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Tag 8: Seward - Valdez - Copper Center

Kurzportrait

Route: [ zur Karte ] Seward - Whittier - Fähre nach Valdey - Copper Center
Wetter / Temperatur:

Regnerisch, um 15 Grad

Abfahrt: 8:30
Ankunft: 19:30
gefahrene Meilen: 176
Campingplatz: Tonsina River Lodge RV Park

Highlights

Fahrt mit einem Katamaran von Whittier nach Valdez

Bild des Tages

Trübe Stimmung am Portage Glacier

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Reisebericht

Von unserem Campingplatz in Seward fahren wir nach kurzem Frühstück um 8.30 Uhr los , um die Fähre in Whittier zu erreichen, die bereits seit langem vorgebucht ist. Auf dem Seward Highway geht es 130 km wieder zurück nach Portage, um dort nach Whittier abzubiegen. Unsere Fähre geht zwar erst um 12.45 Uhr, aber wir müssen kurz davor durch einen einspurigen, ca. 5 km langen Tunnel , durch welchen abwechselnd der Verkehr und die Eisenbahn hindurch fährt und es dadurch zu längeren Wartezeiten kommt. Als wir gegen zehn Uhr dort eintreffen, wird uns eine Spur zugeteilt und auf einer Anzeigetafel mitgeteilt, dass unsere Weiterfahrt erst um 10.30 Uhr beginnt. Neben einer Gebühr ist genau festgelegt, in welchem Abstand, mit welcher Geschwindigkeit und was im Falle einer Autopanne zu tun ist. Bis im Jahr 2000 wurden die Autos und Wohnmobile noch auf den Zug verladen, was noch zu längeren Wartezeiten führte.

Endlich in Whittier angekommen, geht es nach einem kurzen Kaffee im Wohnmobil zum Wartebereich für das Verladen auf das Schiff. Die Tickets sind bereits ausgefertigt, sodass das Einchecken recht schnell geht und glücklicherweise auch das Verladen über eine relativ breite Rampe in den Bauch des Schiffs keine Schwierigkeiten bereitet. Im Dezember hatte ich für das Buchen einer schnellen Fähre plädiert. Zu unserem Glück, denn das Wetter ist regnerisch und die Berge lassen sich nur erahnen. Wir passieren in ca. zweieinhalb Stunden den Prince William Sound, sitzen gemütlich in einer modern eingerichteten Kabine und verfolgen die Erläuterungen einer Rangerin, die natürlich viel von den Gletschern und den Tieren zu erzählen hat. Einige Eisschollen schwimmen auf der Meeresenge, auf denen auch einige Seelöwen darauf zu sehen sind. Im Wasser spielen Seeotter. Überall blinken blaue Eisfelder von Gletschern unter den Wolken hervor und wir erahnen nur, welch toller Anblick sich uns bei schönem Wetter bieten würde.

Lt. Reiseführer gilt Valdez als Regenloch. Im Winter kommen bis zu sieben Meter Wasser als Schnee herunter und im Sommer regnet es dann auch noch oft. Sonnenschein gilt als Rarität. Das fördert auch nicht gerade unsere Ansicht, dass wir lieber bei schönem Wetter hier gewesen wären. Kurz vor dem Einlaufen in den Hafen erfahren wir dann auch noch Genaueres über den Tankerunfall der Exxon Valdez im Jahre 1989 und die Folgen für die Region.

Nach dem relativ zügig von Statten gehenden Ausladen geht es gleich ins Valdez Museum, welches sich direkt am Ortseingang befindet. Im Jahre 1964 war ein Tsunami, der durch ein Erdbeben ausgelöst worden war, dafür verantwortlich, dass Valdez fast ganz zerstört wurde und danach 6 km  weiter entfernt wieder aufgebaut wurde. Sogar ein Videofilm, der zufällig bei einem Familienfest eines Matrosen an Bord eines vor Anker liegenden Schiffs gedreht wurde, zeigt eindrücklich die Katastrophe und deren Konsequenzen für die Bevölkerung. Heute leben 6000 Menschen in und um Valdez. Der Ortskern ist relativ klein und wir biegen rechts in eine Uferstrasse ab, die zur Endstation der Trans-Alaska-Pipeline führt. Wir fahren bei Nieselregen entlang der Küste und sehen viele Angler am Wasser. Diese versuchen , einen der vielen Lachse, die aus dem Wasser springen, zu fangen. Oftmals wird das nur zum Spaß gemacht. Die Anzahl der zu Fänge ist genau festgelegt. Einige Otter tauchen im Wasser und zeigen ihre Köpfe.

Danach geht es auf dem Richardson Highway weiter in Richtung Thompson Pass. Leider ist auch hier nicht viel von der grandiosen Bergwelt zu sehen. Wir fahren zwischen den Chugach Mountains hindurch und bewundern Wasserfälle, die von ganz oben steil hinunterfallen. Der Pass ist vollkommen in Wolken gehüllt und so führt unser Weg weiter bis zur Tonsina Lodge, wo wir nach einem Abendessen bald schlafen gehen und hoffen, dass das Wetter uns bald besser gesonnen ist.

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