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Reisebericht
Da es morgens leicht regnet, und wir eine Stunde Zeit durch die Umstellung in
Kanada verloren haben, wird spät aufgestanden und erst einmal geduscht und
gefrühstückt. Anschließend ist das Wetter deutlich besser und wir können eine
schönen Spaziergang durch die Stadt Dawson machen. Wir besichtigen u.a. eine
Blockhütte von Jack London und Häuser anderer damals bedeutender Einwohner. Die
Gehwege sind,
wenn
vorhanden, aus Holz und wurden erst neuerdings wie auch etliche andere Häuser
restauriert. Dies war eine Maßnahme, um die Einwohnerzahl der Stadt wieder zu
erhöhen. Durch den Permafrostboden ist es notwendig, die Häuser auf einer Art
Stelzen zu bauen, aber da es ab August bis Mitte Mai Frost gibt, werden die
Heizkosten trotzdem sehr hoch sein. Wir hören uns im Theater noch einen Vortrag
über eine bedeutende Dame namens Martha Black, die Anfang des 20. Jahrhunderts
in den Klondike einwanderte und erfahren über ihr bewegtes Leben hier.
Am frühen Nachmittag geht es nach kurzer Mittagspause im Wohnmobil am Bonanza
Creek entlang zu der Dredge Nr. 4, einem riesigen Bagger, der ab 1913 aufgebaut
und zur ergiebigeren Goldsuche im Klondike River verwendet wurde. Das ganze Tal
und auch viele Nebentäler sind voll von Bergen von Steinen, die beim
Goldschürfen bis ins Jahr 1959 entstanden sind. Nach einer schönen Besichtigung
und einem Film geht es wieder zurück nach Dawson.

Wir machen noch einen Halt am Claim 33. Dort können wir unter Anleitung Gold
waschen und unsere gefunden Goldflocken mitnehmen. den Kindern macht es
natürlich genauso Spaß wie uns. Joachim wird seine größeren Steine am Ende gar
nicht los und bei mir wird angemerkt, dass ich nach dem Waschen mehr Steine in
der Pfanne habe wie vorher!!! Leider gibt es hiervon kein Bild. Wir waren viel
zu beschäftigt.
Auf dem weiteren Rückweg geht es noch auf den Midnight Dome entlang der Dome
Road. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick auf Dawson City, die
umliegenden Berge und Claims und die Flüsse Yukon River (grün-braun und
milchiges Wasser) und Klondike River (klares blaues Wasser) die hier
zusammenfliessen.
Abends geht es erst noch zum zum Wäschewaschen und dann zum Abendessen ins
Restaurant London Grill. Da wir die nächsten Tage in Richtung Inuvik unterwegs
sind und dort auf dem Weg dorthin keine Städte oder auch nur Dörfersein werden,
ist uns heute ein nicht selbst zubereitetes Abendessen willkommen.
Da wir heute noch Internetanschluß auf dem Campingplatz haben, wird noch eifrig
"gearbeitet" und gesurft. Es ist 23.00 Uhr und es ist noch relativ hell.
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