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Reisebericht
Nach Ausschlafen und gemütlichem Frühstück geht es die restlichen paar
Kilometer nach Whitehorse zum Sightseeing. Der erste Abstecher führt uns zum
Miles Canyon. Beim herrlich warmen Wetter wandern wir entlang des Yukon River.
Gar nicht so einfach, denn der Weg liegt teilweise direkt am Flußufer. Wir gehen
über eine Hängebrücke und sehen das grüne Wasser des Yukon und die
Stromschnellen.
Im
Jahre 1898 lauerten auf die Goldsucher, die sich mit mehr als 7000 Booten auf
den Weg zum Klondike River machten, am Ausgang des Canyons die
Whitehorse-Stromschnellen. Mehr als 150 Boote fielen in der ersten Woche dem
Wildwasser zum Opfer, den der Yukon-River durch de Basalt-Barriere gegraben hat.
Inzwischen hat sich der Pegel des Flusses durch den Stausee des Schwatka-Damms
um 15 Meter erhöht.
Anschließend fahren wir zur Fish Ladder, einer aus Holz angelegten Art Leiter
für die Königslachse, die hier jährlich ab Mitte August durchkommen und die 20 m
Höhenunterschied des Staudamms auf diese Weise überwinden können. Die im
Yukon-River geborenen Fische sind die ersten zwei Jahre im Fluss, danach wandern
sie bis zur Beríngsee, wo sie die nächsten drei bis fünf Jahre verbringen und
danach wieder zurück zu ihrem Geburtsort zurück schwimmen. Durch Fensterscheiben
im Innern eines kleinen Hauses und von oben über Holzrampen kann man die Lachse
beobachten. Leider sind noch wenige Lachse eingetroffen und auf einer Tafel
sehen wir, dass auch heute erst neun Fische angekommen sind. Vermerkt ist, dass
die Fischer sich in Alaska in diesem Jahr mit der Anzahl der Lachse verschätzt
haben und dort zuviel bereits geangelt worden sind...
Nach
einem Besuch eines inzwischen zum National Historic Site erklärten Raddampfers,
der "SS Klondike", geht es auf Campingplatzsuche. Dies erweist sich als nicht so
einfach, da manche entweder schon diese Saison geschlossen haben (!) oder an der
dicht befahrenen Highway in der Stadt liegen.
Einen sehr schön angelegten Campingplatz finden wir endlich etwas außerhalb,
südlich von Whitehorse namens "Hi Country RV Park". Wir waschen noch etwas
Wäsche und testen den Inetrnetzugang, der nur zeitweise funktioniert.
Zum Abschluss dieses "Ruhetages" gönnen wir uns abends einen Besuch im "Boston
Pizza" mit Pasta und Pizza, Salat und Dessert. Anschließend ist es schon wieder
nach 22.00 Uhr und wir stellen fest, dass es hier anders als die letzten Nächte
mehrere Stunden richtig dunkel wird. Auch die Aurora Borealis, sogenannte
Nordlichter, würden wir gerne beobachten, was nur bei Dunkelheit und ab Mitte
August möglich ist. Hoffentlich halten wir einmal durch, um das Schauspiel von
hauptsächlich roten und grünen Farben am Himmel beobachten zu können.
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