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Tag 22: Denali National Park

Kurzportrait

Route: [ zur Karte ] Bustour zum Wonder Lake
Wetter / Temperatur:

sonnig und warm, 20 - 25 Grad

Abfahrt: -
Ankunft: -
gefahrene Meilen: -
Campingplatz: Riley Creek Campground

Highlights

Bus-Tour zum Wonder Lake mit ganztägig freier Sicht auf den Mount McKinley

Bild des Tages

Mount McKinley ohne Wolken - hat Seltenheitswert

 

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Reisebericht

Um 6.00 Uhr Aufstehen und Anziehen, damit wir um 6.50 Uhr mit einem Shuttle-Bus unterhalb des Campingplatzes zum eigentlichen Abfahrtsort, dem Wilderness Access Center kommen. Die Kinder sind natürlich wie erwartet noch recht müde, sind aber dennoch schnell angezogen und startbereit. Wir haben für den ganzen Tag Sandwiches und Getränke, sowie Kekse und Schokoriegel dabei. Einen Rucksack mit den Ferngläsern und Kopfbedeckungen sowie für die Fotoausrüstung. Da es noch recht frisch ist und sich das Wetter im Park schnell ändert, nehmen wir zu unseren Fleecejacken noch die winddichten Jacken mit.

Mount McKinley und Alaska RangeWir starten dann pünktlich um 7.15 Uhr zum Wonder Lake, einem Gletschersee in der Nähe des Mt. McKinley, am Ende einer fast 90 Meilen langen Busfahrt. Die Strecke beginnt mit einer fünfzehn Meilen langen geteerten Strasse bis zum Parkeingang und verläuft dann auf ungeteertem Untergrund zum Teil in Schwindel erregender Höhe und Breite (es herrscht Gegenverkehr bzw. es gibt nur eine Strasse). Die Busse sind auf ihre Anzahl begrenzt, was im Hochsommer zu Engpässen führt. Nur wer gebucht hat oder sehr früh los geht, hat Glück. Vom Busfahrer erfahren wir gleich das der Mount McKinley nur an 15 % der Tage in der Saison wolkenfrei ist und dass es hier sonst fast immer bewölkt oder zumindest sehr windig ist. 

Wir haben Glück. Wir sehen den höchsten Berg Nordamerikas wolkenfrei. Außerdem sehen wir einige Grizzly-Bären und können Karibus und Dall-Schafe beobachten. Zuerst sehen wir Landschaft mit Bäumen und Tundra, dann kahle Berge und später Tundra und die lange Kette der Alaska Range. Als dann schneebedeckte bzw. mit Gletschern bedeckte Berge auftauchen, sehen wir den höchsten Berg erst einmal in Wolken, die später dann völlig verschwunden sind. Unser Fahrer ist darüber genauso glücklich wie wir, denn er erzählt, dass er dieses Jahr seine 17. Saison fährt, es aber erst das 28. Mal ist, dass er die Spitzen des Bergs so lange wolkenlos sieht. 

Am Ziel ...Mit Pausen von 15 Minuten jeweils kommen wir gegen 13.15 Uhr am Ziel an und laufen eine kurze Strecke den Berg hinauf. Nach einer Weile geht es dann auch schon wieder zurück. Der Bus hält, wenn der Fahrer oder seine Fahrgäste Tiere sehen. Dann werden die Fenster herunter gefahren und geschaut und geknipst. Man könnte eigentlich überall aussteigen und später in einen anderen Bus einsteigen, aber für uns wäre das nur mit entsprechender Vorbereitung und mehr Zeit möglich. Außerdem ist der Rückweg recht zeitintensiv, so dass uns die elf Stunden schon reichen. Vereinzelt sieht man Wanderer. Zwei werden sogar von uns aufgelesen, als wir erkennen, dass sich ein Grizzly, den wir zuvor beobachteten, sich ihnen gerade nähert.

Die Zeit vergeht trotz Schaukelei im Bus (der übrigens bis auf die grüne Farbe wie ein amerikanischer Schulbus aussieht) sehr schnell. Nur der Rückweg erweist sich wie erwartet hartnäckig lange. Glücklich und mit der Gewissheit, etwas Besonderes erlebt zu haben, kehren wir gegen 18.30 Uhr zum Wohnmobil auf den Campingplatz zurück.

 Nach einer kurzen Pause wir ein Feuer gemacht, Steaks darauf gebraten und dazu die restlichen Vorräte aufgebraucht. 

Später gibt es noch eine Indianervorführung der Kinder und Eisessen. Nach 21.00 Uhr herrscht Stille! Die Kinder sind platt und wir bemühen uns die Bilder und die Berichte noch für den nächsten Tag vorzubereiten. Das ist gar nicht so einfach, denn wir sind genauso müde!!!

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