Tag 15: Dempster Highway - Whitehorse
Highlights
Abendliches Bad in Takhini Hot Springs
Bild des Tages
![]() | Da hat es über Nacht doch tatsächlich etwas geschneit - zum Glück nur in den höheren Lagen. |
Reisebericht
Wir sind bereits vor dem Klingeln des Weckers um acht Uhr wach, da wir von einer Wasserpumpe, die vom Straßenbautrupp auch heute am Samstag benutzt wird, geweckt werden. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, um die letzten 100 Kilometer des Dempster Highway noch zu fahren. Nach einigen kurzen Fotostopps sind wir in Dempsters Corner angekommen und tanken vor der nächsten Etappe nach Whitehorse. Unser RV wird per Dampfstrahler sauber gemacht, denn die staubigen Straßen haben ihm eine dicke braune Kruste verpasst. Ein paar Burger werden noch verdrückt und dann geht es auf den Klondike Highway Richtung Süden. Es ist schön warm und sonnig. Kurze Stopps geben Auskunft über geologische Veränderungen und lassen an die Zeit ab 1890 erinnern, als hier Schneisen in die Wälder geschlagen wurden zum Aufbau von Handelswegen. Enge Bepflanzung mit hochwüchsigen Pinien und Birken lassen erahnen, wie mühsam das gewesen sein muss.
Flüsse und
Seen wechseln sich ab, Wälder sind oft verbrannt. Die jeweiligen Daten der Brände sind angezeigt. Es dauert Jahrzehnte bis zur Wiederherstellung.
An den Five Fingers Rapids halten wir nochmals an, um die Stromschnellen auf dem Yukon River zu bewundern. Vier große Felsen teilen das Wasser in fünf Kanäle. Für die Raddampfer, die hier im Sommer fuhren, ein unüberwindbares Hindernis. Um die Engstelle passieren zu können, mussten die Schiffe mit Hilfe ihrer Ankerwinden an langen, oberhalb der Inseln befestigten Seilen, durch die Stromschnellen flussaufwärts gezogen werden.
An der Braeburn Lake essen wir noch in der gleichnamigen Lodge einen Zimtkuchen und treffen gegen 19.30 Uhr in Takhini Hot Springs ein. Nach dem Einchecken auf dem Campingplatz, der in einem schönen Wald liegt, geht es noch bis gegen 22.00 Uhr zum Baden in einen heißen Pool. Nachdem die Kinder noch etwas Warmes wollen, gibt es noch eine Tomatensuppe. Danach folgt heute ein schnelles zu Bett gehen. Die letzten Tage waren anstrengend (an die 2100 Kilometer), aber die Landschaft einmalig! Ich denke, die Bilder sprechen für sich!

