Tag 17: Whitehorse - Skagway
Highlights
Fahrt entlang des Klondike Highway durch eindrucksvolle Landschaft bei schönstem Wetter, Bummel in Carcross
Bild des Tages
![]() | Idyll in Carcross |
Reisebericht
Nach dem Aufstehen um 8.15 Uhr und kurzem Duschen, fertig machen und kleinem Frühstück für die ganz Hungrigen geht es zum Wohnmobilvertreter "Cruise Canada", der uns einen neuen Außenspiegel für unseren RV liefern soll. Dieser war durch die ungeteerte Straße auf dem Dempster Highway lose geworden und trotz Reparatur an einer Tankstelle in Eagle Plains "abgefallen". Der Spiegel war nicht das Problem, aber das Finden der in unseren Unterlagen angegebenen Adresse. Nach zweimaliger Nachfrage nach ca. 1 Stunde endlich gefunden, war die Reparatur gleich getan. Auch eine weitere lose Schraube war gleich nachgezogen und der verloren gegangener Abwasserdeckel erneuert.
Endlich geht es weiter auf dem Alaska Highway, dann in Richtung Carcross auf dem Klondike Highway, der uns die Geschichte der Goldsucher weiter näher bringt.
Am Emerald Lake bestaunen wir die unterschiedlichen Grüntöne des Sees und halten an der kleinsten Wüste der Welt, der Carcross Desert. Diese befindet sich zu Füßen der Caribou Mountains und wurde von einem prähistorischen Gletschersee geschaffen. Sie beherbergt ein besonderes Biotop. Der vom Benett Lake heranpfeifende Wind verhindert im Wesentlichen die Besiedlung durch Pflanzen, nur kleine Fichten, Kiefern und Kriechpflanzen konnten hier Fuß fassen.
Im nachfolgenden Ort Carcross, der früher Caribou Crossing hieß, aber wegen der hohen Verwechslungsrate mit anderen Orten gleichen Namens umbenannt wurde, geht es auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Ein halbes Schiff und alte Häuser zeigen von der Geschichte. Hier sorgten eine Zugstrecke und ein Raddampfer dafür, dass der Ort Umschlagplatz für Passagiere und Fracht nach Atlin und zu den oberen Orten im Yukon war.
Nach Souvenir- und Postkartenkauf geht es weiter über den White Pass in Richtung Skagway. Dort haben wir für den Abend eine Fähre nach Haines gebucht.
Überreste der Venus Mine (alte Erzaufbereitungsanlagen) zeugen von einem Goldvorkommen und stehen noch an den Hängen. Die beiden Seen Tagish Lake und Tutshi Lake säumen unseren Weg bis zum 1000 Meter hohen Pass. Oben führt die Fahrt an alpiner Tundralandschaft und von Seen und Tümpeln überzogenen Hochtälern vorbei. Schienen winden sich an den Hängen und wir sehen kurz vor der Grenzstation nach USA einen vollbesetzten Zug in Richtung Skagway. Bei der Fahrt ins Tal erinnern uns Schilder an die historischen Punkte am White Pass Trail, auf dem die Wohlhabenderen unter den Goldsuchern mit Packpferden ihre Ausrüstung über die Berge transportierten. Dort wurde sie dann für die Weiterfahrt auf dem Yukon River in Boote verladen. Nachdem die Route ganz harmlos begann, wurde sie für über 3000 Pferde im Jahre
1897 zum Verhängnis (Dead Horse Gulch). Im darauf folgenden Frühjahr wurde dann mit dem Bau einer Schmalspurbahn begonnen. Wir halten an den Aussichtspunkten und sehen die schneebedeckten Gletscher des Glacier National Park.
Am Zielort angekommen, erfahren wir an der Fähranlagestation, dass die Abfahrt unserer Fähre, der M.V. Columbia, wegen eines Defekts auf den nächsten Abend verschoben wurde und gehen daher auf den schön angelegten, fast angrenzenden Pullen River RV Park. Es ist sehr warm (ca. 25 Grad C) und wir warten auf jeden Fall bis zum nächsten Morgen ab, ob unsere Fähre ihren Betrieb tatsächlich wieder aufnimmt. Dadurch würden wir 359 Meilen sparen. Die Fahrtzeit der Fähre beträgt nur eine Stunde. Außerdem ist die ganze Gegend hier interessant. Am Hafen liegen fünf große Kreuzfahrtschiffe. Zu Hochzeiten tummeln sich im Ort 5000-6000 Besucher. Viele fahren mit Bussen zu Ausflügen oder lassen sich auf den Pass hochbringen, um dann mit Fahrrädern wieder hinunter zu fahren. Wir haben Glück und es scheint relativ ruhig zu sein.


