Tag 12: Weiße Dünen und dunkle Höhlen
Kurzporträt
Highlights
Bild des Tages
![]() | Caveman, der Wächter |
Reisebericht
Ohne Frühstück, dafür alle geduscht, geht es bereits zu früher Stunde in den White Sands NM Park. Es ist noch angenehm von den Temperaturen her. Der Himmel ist heute wolkenlos. Wir gehen auf Stegen ein Stück in die Dünen hinaus. Auf Hinweistafeln sind die Pflanzen, und Tiere die hier vorkommen, erklärt. Ganz alleine lassen wir uns auf den überdachten Bänken der Picknickanlage ganz am Ende der Route nieder und holen unser Frühstück nach. Die Dünen sind in diesem Teil des Parks fast nicht mehr bewachsen, sodass man glaubt, im Schnee zu sein. Am Eingang des Parks kann man sogar Plastikschalen zum Hinunterrutschen der Dünen ausleihen, aber buddeln ist hier nicht erlaubt. Es wird auch ausdrücklich empfohlen, dass man sich nur mit GPS ausgerüstet weiter vom Wagen entfernt, da man hier schnell die Orientierung verlieren kann. Nachdem es dann doch schon recht warm ist und wir noch nach Carlsbad weiter fahren wollen, geht es ab 11.00 Uhr weiter in Richtung Osten.
Gleich hinter der Stadt Alamogordo geht es hinauf in die Sacramento Mountains. Wir fahren auf 2600 Metern Höhe durch eine Gebirgsregion, in der im Winter Ski gelaufen wird. Am Wegesrand gibt es viele Wochenendhäuser .In einem grünen Hochtal gibt es an einem kleinen Fluß viele Farmhäuser. Erstaunt über den Wechsel der Natur, geht es danach wieder in die trostlose Halbwüste hinunter. In Artesia gönnen wir uns eine Pause und essen etwas, damit wir am späten Nachmittag die Carlsbad Caverns (die weltgrößten Höhlen) anschauen können.
Durch Carlsbad, einer Stadt, die bis Anfang des 19. Jahrhundert noch Eddy hieß, sich aber wegen einer heute bedeutungslosen Mineralquelle umtaufen ließ, geht es in den Nationalpark. Durch die Berglandschaft der Guadalupe Mountains geht es noch einige Meilen bis zum Besucherzentrum, welches gleichzeitig auch Eingang zu den Höhlen ist. Im Spätsommer gibt es bei Anreise nach 14.00 Uhr nur die Möglichkeit, mit einem Fahrstuhl ca. 250 Meter tief in die Höhlen hinab zu fahren. Der Big Room, eine Höhle so groß wie ca. 14 Football Felder im mittleren Teil, kann auf einem ca. 2 km langen Rundweg selbst erkundet werden. 1926 wurden die Höhlen genauer untersucht und 1930 zum Nationalpark erklärt. Die einzelnen Formationen wie Stalaktiten, Stalagmiten und andere sind zum Teil beleuchtet und bilden eigenartige Gebilde mit Namen wie "Chinesisches Theater", "Caveman" u. ä.
Nach eineinhalb Stunden geht es zurück nach oben. Die wärmere Kleidung wird ausgezogen. Draußen hat es an die 30 Grad Celsius. Um 19.00 Uhr beginnt ein weiteres Highlight. In einem Amphitheater beobachtet man den nächtlichen Abflug von Fledermäusen. An die 6000 Stück kommen pro Minute aus einem 50 Meter tiefen Loch (dem natürlichen Eingang der Höhle) heraus geflogen. In großen Schwärmen fliegen sie davon. Dabei fressen sie pro Nacht Insekten in einer Menge bis zur Hälfte ihres Eigengewichts. Am frühen Morgen kehren sie wieder in die Höhle zurück. Bis es dunkel wird, schauen wir diesem Spektakel von der Zuschauertribüne des Besucherzentrums zu. Danach geht es zum Wohnmobil. Trotz des schon langen Tages fahren wir schon mal ein Stück in Richtung Albuquerque zurück, um so die Etappe für morgen nich etwas kürzer zu halten. Um 21:00 auf dem Campingplatz angekommen, essen wieder einmal Spagetti. Es windet heftig und später gibt es viel Regen. Das stört uns aber nicht mehr, denn alle sind von den Erlebnissen des Tages sehr müde


