Tag 17: Monument Valley
Highlights
Nachmittags-Tour durch das Monument Valley
Bild des Tages
![]() | Heiliger Wacholderbusch, linker und rechter Handschuh |
Reisebericht
Joachim telefoniert schon früh mit dem Büro und so schläft der Rest der Familie bis nach 8.00 Uhr.
Auf dem Campingplatz ist schon alles in Abreisestimmung. Wir frühstücken noch gemütlich, denn heute wollen wir nur am Morgen eine Tour zu den Goosenecks machen. Dort haben wir einen tollen Ausblick auf den Verlauf des San Juan River. Er sogenannter Mäander hat sich in den Sandstein geschliffen. Der Fluss schlängelt sich unten und hat eine grüne Farbe.
Der weitere Abstecher zum Valley of the Gods, dem Gottestal, wird wegen der nicht geteerten Straße ausgelassen. Dort wurde vor Jahren der Film Forrest Gump gedreht. Die 17 Meilen lange Zusatzstrecke werden wir vielleicht ein anderes Mal machen können. Zurück geht es wieder vorbei am Mexican Hat, einem Sandsteingebilde in Form eines mexikanischen Huts.
Zurück auf dem Campingplatz gibt es Mittagessen. Wir haben eine geführte Fahrt ins Monument Valley gebucht und werden von hier abgeholt. Die Kinder vergnügen sich noch einmal im überdachten Swimmingpool, während wir unsere Erinnerungen aufschreiben und die Bilder dazu aussuchen.
Fast schon Stress gibt es ab 15.00 Uhr, als wir unsere festen Schuhe anziehen, uns umziehen und Sonnenmilch auftragen müssen. Am Laden und gleichzeitig Hauptgebäude des Campingplatzes warten wir auf die Abholung durch ein Fahrzeug der Firma Goulding Tours, bei der wir eine dreieinhalbstündige Fahrt gebucht haben. Nach dem Zusteigen weiterer 9 Personen, davon auch einige an der Lodge (Hotel) , geht es zunächst an ein Navajo Haus (Hogan). Eine alte Frau zeigt, wie Wolle gewonnen wird und Teppiche gewoben werden. Außerdem wird erklärt, wie auf Steinen Korn reibt. Die Hogans sind aus Wacholderstämmen gebaut und sind mit Lehm nach außen isoliert. Es gibt große, runde Häuser für Frauen und kleinere, die Dächer spitz zulaufend, für die Männer. Viele Familien leben in der Nähe der touristischen Zentren. Eine Grundschule gibt es erst in 40 Meilen Entfernung, wohin die Schulbusse jeden Tag fahren. Hier gibt es wenigstens Wasseranschluss und Strom, während einige Familien weiter entfernt im Tal wie früher ohne jede Versorgung leben. Sie betreiben kleine Farmen mit Vieh und Pferden. Nachdem wir erst auf für Pkw zugänglichen, sehr stark ausgewaschenen Straßen entlang fahren und schon enttäuscht darüber sind, dass wir nur an Verkaufsständen von Indianerschmuck halten, geht es endlich ins Hinterland. Zwischen den einzelnen sogenannten Zeugenbergen fahren wir zu einigen sehenswerten Arches (Bögen). Die Navajos haben den verschiedenen Monuments Namen anhand ihrer Form gegeben. Es werden zahlreiche Fotostopps gemacht. Zur Erfrischung gibt es kaltes Wasser. Es wird ein wunderschöner Ausflug, in dieser außergewöhnlichen Landschaft. Wieder zurück auf dem Campingplatz geht es erst einmal zum Duschen, da die ganze Sache doch recht staubig war. Mit vielen schönen Erinnerungen und Bildern vom Monument Valley in der Abendsonne, verbringen wir den Abend. Es gibt noch Donuts, die wir uns am Morgen im hier eingerichteten, gut sortierten Laden eingekauft haben.
Abschließend gesehen haben sich die Tage hier in jedem Fall gelohnt, auch wenn das Preisniveau und andere Gepflogenheiten eine gewisse Gefühl des Abgezockt-Werdens aufkommen lassen.

