Tag 18:  Monument Valley - Page

Kurzporträt

Datum:Saturday, 04 September 2010
Route: Monument Valley - Kayenta - Tuba City - Coal Mine Canyon - Page
Wetter / Temperatur: wolkenlos, 30-35 Grad
Aktuelles Wetter: Monument Valley
Vorhersage f<ü>r Monument Valley, UT
Page
Vorhersage f<ü>r Page, AZ
Abfahrt: 8:50
Ankunft: 16:30 (eine Stunde gewonnen)
gefahrene Meilen: 239
Campingplatz: Lower Wahweap RV Park


    Fotogalerie:

30D-_MG_4965

    Karte:

2010-09-04

Highlights

Abstecher zum Coal Mine Canyon

Bild des Tages

Coal Mine Canyon Coal Mine Canyon - Bryce Canyon mal anders

Reisebericht

Nach dem Frühstück geht es schon um 8.50 Uhr in Richtung Page, einer Stadt direkt am Lake Powell. Die Stadt entstand mit dem Bau des Glen Canyon Damms in den 1950er Jahren.

Einen kleinen Abstecher gibt es dann doch noch. Statt der direkten Strecke geht es über Tuba City. 16 Meilen südöstlich von dort erreichen wir schon vor der Mittagszeit den sehenswerten, aber fast unbekannten Coal Mine Canyon, den man bei der Anfahrt hier niemals erahnen würde. Joachims Fotoratgeber enthält ein Bild davon. Hinter einer Windmühle erreichen wir nach einer halben Meile Dirt Road eine Abbruchkante mit grandiosem Blick mit Gesteinsformationen ähnlich denen im Bryce Canyon. Die Farben sind aber nicht nur rötlich, sondern auch grau, weiß und schwarz. Trotz Abgeschiedenheit gibt es noch zwei weitere Pkw` s mit 3 Besuchern. Wie immer sind die Amerikaner sehr freundlich. Eine ältere Dame erzählt, dass sie schon länger hierher wollte und jetzt jemanden gefunden hätte, der mit ihr hierher kommt. Kühe weiden um uns herum und suchen den Schatten der Windmühle. Nach geraumer Zeit fahren wir wieder zurück nach Tuba City.

Nach einer Mittagspause geht es vorbei an vielen Plateaus und Canyons in den verschiedensten Farben, von  Rot- und Brauntönen bis zu hellem Türkis. Die Abfahrtsschilder weisen auf den nahen Grand Canyon hin. In Richtung Norden erreichen wir eine Anhöhe, auf der man gut die Canyons, durch die der Colorado River verläuft, sehen kann. Wieder preisen Indianer ihre selbst gemachten Schmuckstücke an.

Abwärts bis auf 1000 Meter ü. M. geht die Straße hinunter nach Page, wo wir noch einkaufen. Es ist Samstag und da am Montag Feiertag (Labour Day) ist, müssen wir uns darauf einstellen, dass manche Läden geschlossen bleiben.

Mit Fertigstellung des Glen Canyon Damms und Absperrung des Colorado Rivers 1962  wurde eine Canyonlandschaft gewaltigen Ausmaßes geflutet. Auf 150 km Länge (Luftlinie) entstand ein See, der zahllose Seitenarme hat und heute - neben der Elektrizitätserzeugung und Wasserversorgung - als riesiges Erholungs- und Freizeitgebiet dient.

Dort angekommen, geht es auf den Campingplatz Lower Wahweap Marina Campground, der sich in Ufernähe befindet. Ein großer Parkplatz mit Möglichkeit zum Boote einlassen versperrt uns etwas die Sicht auf den See. Die Ufer lassen sich sowieso nur im Wasser bzw. von Booten aus erreichen. Nur wenige Stellen bieten Bademöglichkeit. Das Waser ist von Juni bis September  zum Baden warm.

Eine Pause im Wohnmobil mit Klimaanlage (draußen ist es um die 35 Grad warm!) gibt uns etwas Erfrischung. Wir beschließen, heute noch auf einen Aussichtsplatz oberhalb des Campingplatzes zu fahren  Eine Windbrise gibt nur wenig Abkühlung. Im Ort Page angekommen, finden wir ein mexikanisches Restaurant. Bei Fajitas, Tortillas und Burritos geht es uns gleich viel besser.

Um halb zehn geht es zurück auf den Campingplatz, wo wir erst einmal staunen, da jemand auf unserem Platz steht! Da im Wohnmobil Licht brennt, klopft Joachim erst einmal an die Tür, aber niemand öffnet. Nach kurzer Zeit erscheint ein Ehepaar aus Oklahoma, welches sich gleich entschuldigt und davon fährt. Man hatte ihnen auf einer Hotline zugesagt, dass sie sich einen noch freien Platz aussuchen können. Welch Schreck in der Abendstunde. Sie taten uns später dann leid, da sie acht Stunden Fahrt hinter sich hatten.

Da wir nicht sicher sind, welche Uhrzeit hier gilt, geht es bald schlafen. Wir sind sowieso müde.