Tag 20: Page - Zion N.P.
Highlights
Wanderung durch den Cathedral Wash zum Colorado
Bild des Tages
![]() | Das Ziel ist erreicht - Mittagspause am Colorado River |
Reisebericht
Ohne Frühstück geht es in südlicher Richtung zum Ausgangspunkt des kurzen Wegs (ca. 1,6 km hin und zurück) zum Horseshoe Bend, einem weiteren Mäander des Colorado River. In Form eines Hufeisens schlängelt sich der Fluss um einen Felsen. Von der Anhöhe der anderen Seite hat man einen tollen Blick darauf.
Wieder Im Wohnmobil angekommen, gibt es erst einmal Frühstück. Es wird schon wieder sehr warm und unserer nächstes Ziel Lee`s Ferry befindet sich etwa 40 Meilen entfernt. Die Navajo Bridges, eine 1928 erbaute, heute nur noch für Fußgänger freigegebene Brücke und eine neben dran gebaute, neue Brücke, werden von uns besichtigt. Beide sind aus Stahl und befinden sich über dem Colorado River.
Bei Lee`s Ferry gibt es einen Ausgangspunkt für eine Wanderung. Der Cathedral Wash, eine ca. 4 km lange Tour durch ein Flussbett, durch das Wasser bei Regen abfließt, laufen und klettern wir über Steine bis hinunter zum Colorado River. Zum Teil gibt es Steinmännchen die uns helfen, den richtigen Weg zu finden. Das ist nicht immer einfach und zum Teil machen wir uns Gedanken über den Rückweg. Aber bergauf geht es bekanntlich leichter und einige Wanderer kommen uns entgegen, um von der noch restlichen Wanderzeit zu berichten. Es lohnt sich wirklich und so erreichen wir um 12.00 Uhr, nach einer guten Stunde, den grünen, klaren Fluss. Wir befinden uns nun schon im Grand Canyon National Park, genießen die herrliche Sicht auf die Canyons und trinken mit gebrachtes Wasser. Da der Fluss viel kälter ist, können wir uns etwas abkühlen und Wasser über die Köpfe schütten, was den Kindern sehr Spaß macht. Leider rutscht Oliver etwas zur Seite, als Joachim ihm etwas Wasser über den Rücken leert und er erschrickt. Zum Glück landet er im Flussbett neben uns und wird auch gleich ohne größere Blessuren wieder heraus geholt. Mit Humor wird das Ganze als Taufe im Colorado bezeichnet und nach einer halben Stunde geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Da wir den Weg bereits kennen, geht es zwar etwas zügiger, aber die Hitze zwingt uns zu Pausen.
Gemeinsam gelingt es uns nach 14.00 Uhr das Wohnmobil zu erreichen. Nach kurzem Duschen geht es weiter in Richtung Zion Nationalpark.
Nach 120 weiteren Meilen erreichen wir abends den Nationalpark und sind froh, als wir auch noch die letzten Meilen bis zum Campingplatz geschafft haben. Die gesamte Strecke vom Eingang bis hierher ist Baustelle und auf der ohnehin engen Fahrbahn stehen auch noch Markierungshütchen. Joachim schafft die Fahrt ohne Umwerfen eines einzigen Hütchens und wichtiger noch, ohne die immer bedrohlich nahen Felswände zu streifen. Wir verlieren eine Stunde durch das Passieren der Staatsgrenze nach Utah und erreichen erst gegen 20.00 Uhr unser Ziel. Müde wird gekocht und zu Abend gegessen.


