Tag 5: Grand Canyon - Flagstaff
Kurzporträt
Highlights
Wupatki National Monument
Bild des Tages
![]() | Wupatki Pueblo |
Reisebericht
Wir frühstücken wieder draußen und bemerken so nebenbei, dass das Wetter total bewölkt ist.
Da es so oder so schwer ist, nach dem Hubschrauberflug und dem tollen gestrigen Tag die Eindrücke nochmals zu steigern, beschließt das Familienoberhaupt die Abreise in Richtung Sedona. Auf dem Weg dorthin kommen wir an der Little Colorado River Gorge vorbei, die wir besichtigen. Indianer verkaufen an Ständen ihre selbst gemachten Schmuckstücke. Wir beobachten zwei Gewitter und beschließen weiter zu fahren. Danach erreichen wir das Wupatki National Monument, eine Vulkanlandschaft, in der vor 800 Jahren Pueblo Indianer wohnten. Aus Sandsteinplatten wurden Häuser gebaut, die bis zu hundert Räume hatten. Wir besichtigen ein relativ großes Pueblo mit einem Turm. Sogar Belüftungssysteme sind vorhanden und ein Kaminraum mit Abzug ist noch erkennbar. Neben dem Gebäude gibt es kreisförmige, nach oben offene Räume, die für Zeremonien, Kinderspiele und Treffen aller Einwohner benutzt wurden. Bei starkem Regen dienten sie als Wasserreservoir. Mit Leitern stieg man von oben in die einzelnen Räume hinein. Um 1300 zogen die Pueblo Indianer in Gegenden mit Flüssen und Seen. Später übernahm die Regierung das Gebiet in ihren Besitz, um es für die Nachwelt zu erhalten. Anfangs wohnte ein Ranger mit Frau sogar noch darin.
Da wir sehr viel Sonne abbekommen haben (Joachim sieht mittlerweile wie eine Rothaut aus) geht es weiter in Richtung Flagstaff. Durch Wälder auf schwarzem Lavagestein hindurch, vorbei an Vulkankratern erreichen wir den Koa Campingplatz. Er liegt zwar direkt an der Durchgangsstraße, ist aber zwischen großen Pinienbäumen sehr gut abgeschirmt. In der Altstadt gibt es sogar Lokale zum draußen sitzen. Wir bleiben dort bis nach Sonnenuntergang und kehren nach dem Dinner zurück, um gemeinsam noch draußen Karten zu spielen. Unter Zuhilfenahme von Stirnlampen ist das auch bis nach 22.00 Uhr möglich. Da einige Familienmitglieder todmüde sind, wird schnell eingeschlafen. So erfahren wir erst am nächsten Tag, dass Oliver und Joachim noch mit Wind zu kämpfen hatten und die Spielkarten nur mit Mühe wieder einsammelten.


