Tag 10: Silver City - Gila Cliff Dwellings
Kurzporträt
Highlights
Wanderung zu den Cliff Dwellings
Bild des Tages
![]() | Gila Cliff Dwellings |
Reisebericht
Das Wetter schlägt um. Nach anfänglichem Sonnenschein regnet es immer wieder und wir nutzen die Zeit für das Waschen unserer Kleidung auf dem Campingplatz und das Fertigstellen der ersten Woche der Homepage. Nach dem Frühstück erkunden die Kinder den Campingplatz. Eigentlich müssten wir den Campingplatz bis spätestens 12.00 Uhr verlassen, aber die freundliche Dame aus dem Office gibt uns Aufschub. Um 14.00 Uhr fahren wir trotz erfolgloser Übertragung der Daten für die Homepage in Richtung Gila Cliff Dwellings weiter. Eigentlich war eine Rundtour über Pinos Altos geplant. Leider ist die Straße für Wohnmobile dieser Größe nicht geeignet, daher ging es über einen kleinen Umweg durch Mimbres.
In den Gila Cliff Dwellings wohnten in einem Zeitraum von ungefähr 25 Jahren zwischen den Jahren 1270 und ca. 1300 Menschen, die die gleiche Kultur wie die Mogollon Indianer hatten. Sie bauten Häuser in Höhlen und ernährten sich von der Jagd und dem Ackerbau. Wir besuchen nach der über 40 Meilen langen Fahrt durch die Berge der Gila Wilderness das Besucherzentrum. Dort erfahren wir, dass wir heute bis spätestens 17.00 Uhr die etwa eine Meile lange Rundtour wandern können. Mit Wasserflaschen und Fotoausrüstung ausgestattet, steigen wir den Weg bis zu sechs nebeneinander liegenden Höhlen hinauf. Dort erwartet uns eine deutsche Studentin, um unsere Besichtigung zu begleiten. Das hat den Vorteil, dass auch Andreas alles versteht und wir alle möglichen Fragen genauer stellen können. Wir erfahren sehr viel über die Kultur der damaligen Bewohner, deren Nachlass durch Plünderungen fast vollständig abhanden gekommen ist. Vermutet wird, dass eine Dürre sie dazu bewogen hat, hier zu wohnen. Die Höhlen wurden auch zu früheren und späteren Zeit genutzt, nach den Mogollon Indianern von Apachen. Faszinierend auch hier, wie damals bereits gelebt wurde und wie Kenntnisse über essbare Pflanzen und den Bau von Häusern gab. Mit Leitern wurde zum Haus hinauf gestiegen. Einzelne rote Wandmalereien befinden sich noch an den Wänden, die von den Feuern geschwärzt sind.
Nach fast einer Stunde sind wir wieder am Wohnmobil und beschließen, auf dem nahe gelegenen, einfachen Campingplatz „Lower Scorpion Campground“ zu übernachten. Der Platz ist absolut ruhig gelegen. Die Besucher fahren fast alle wieder zurück, da die Fahrstrecke nach Silver City nur 2 Stunden beträgt. Ein Lagerfeuer wird angezündet und später Steaks, Mais und Kartoffeln gebraten, was wie immer vorzüglich schmeckt. Leider setzt kurz nach dem Essen doch ein stärkerer Regen ein, so dass wir das Lagerfeuer beenden und noch einige Runden Karten bis weit nach 22.00 Uhr spielen.


