Tag 2: Von Los Angeles nach Las Vegas
Kurzporträt
Highlights
Freundliche und zügige Übernahme des Wohnmobils ohne Stress bei El Monte.
Faszinierende Berg- und Wüstenlandschaft.
Bild des Tages
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Unser Heim für die nächsten Wochen. Platz ist wirklich genug. Wie der sich wohl fährt? Der Überhang hinter der Hinterachse ist auf jeden Fall so lang wie ein VW Golf... |
Spruch des Tages
Oliver hatte heute seine "Wieso, weshalb, warum" und "Was wäre wenn" - Phasen, und zwar ohne Unterbrechung morgens vom Aufstehen bis abends zum Einschlafen. Kurze Kostprobe:
- "Wer war der erste Mensch? Ist der aus einem Ei geschlüpft?"
- "Was wäre, wenn es keine Menschen gäbe?"
- "Sind wir noch in Amerika?"
- "Warum haben die Menschen Motorräder erfunden?"
- "Hier sieht es ja aus wie auf dem Mond"
- "Wieso braucht der Mensch Schlaf?"
- "Muss die Sonne jetzt auch schlafen gehen?"
Reisebericht
Nach einem frühen Aufstehen um 5:45 Uhr im Hotel und anschließendem Frühstück im Bistro mit Bagels und Muffins, wurden wir von einem Fahrer der Wohnmobilgesellschaft abgeholt und zur Ausgabestelle der RV's gebracht. Dort konnten die Kinder in der Spielecke spielen, während Joachim in einer halben Stunde bereits das Wichtigste besprochen und unterschrieben hatte. Ich dufte Kaffee trinken, während er mit Oliver noch den obligatorischen Film anschaute. Zwei freundliche junge Damen (aus Mexiko und Lettland) zeigten uns alle Wichtige in und um das Wohnmobil und packten am Schluss noch die Ausrüstung sprich Bettzeug, Töpfe, etc. in den Innenraum des nun doch relativ groß wirkenden Teils von Wohnmobil, das durchaus mit einem Linienbus verglichen werden kann.
Da bereits vollgetankt war, wurden die Kindersitze noch befestigt und das Nötigste verstaut, um dann im empfohlenen Einkaufszentrum erst einmal Vorräte zu bunkern, denn die nächste Zeit würde das vielleicht nicht mehr ganz so einfach sein. Der Einkauf wurde wie erwartet chaotisch, obwohl wir bereits zu Hause einen Einkaufszettel erstellt hatten. So liefen wir letztendlich alles ab, versuchten die Kinder einigermaßen bei Laune zu halten und bezahlten in Raten, da wir nicht alles gleichzeitig schieben konnten.
Das Einräumen später war ebenfalls eine Wonne und nach dem Zusammensuchen und Auspacken von Geschirr konnten wir Hähnchen und Salat verspeisen.
Danach ging es endlich richtig los. Wir fuhren auf der Interstate 10 - das entspricht bei uns einer Autobahn - , dann auf der I 15 Richtung Las Vegas. Die Fahrspur war meistens nicht so breit und das Rechtsüberholen in USA ist echt gewöhnungsbedürftig, aber Joachim fuhr wie immer gut. Interessant wird es, wenn man das 2,60 breite Wohnmobil auf einer etwa 3,5 m breiten Fahrspur halten soll und dabei rechts und links von großen Trucks überholt wird, Ansonsten gleicht das Fahrgefühl im Wohnmobil eher dem Navigieren eines Schiffs als dem Autofahren, das Wohnmobil ist ziemlich windanfällig und schaukelt kräftig auf der schlechten Strasse.
Wir fuhren lange Zeit bergaufwärts von 0 auf 1200 Metern innerhalb kurzer Zeit, dann wieder auf 100 Meter und danach auf ca. 1200 Meter hoch.
Dabei durchquerten wir Bergketten mit bizarr wirkendem Gestein, welches wie nach oben gepresst aussah. Das ganze Gebiet gehört zum Andreas-Graben und später kommt man in die Mojave Wüste. Uns gefielen die vielen Joshua Trees (Joshua Bäume) und die tumble weeds, welche in den Wildwestfilmen oft als fortwehendes Gebüsch zu sehen sind.
Nach etlichen Pausen wurde es dann doch 20.00 Uhr bis wir Las Vegas erreichten. Dafür war es bereits fast dunkel und so konnten wir ein faszinierendes Lichtermeer anschauen, aber erst später fotografieren. Joachim hat sich mit einem Stativ auf den Weg gemacht. Da unser Campingplatz Circusland RV mitten in der Stadt liegt, können wir morgen alles zu Fuß erkunden.
Immerhin: Es ist badewannenwarm und sehr windig....
Tipp: In einem großen Wohnmobil hat man eine Unmenge an Stauraum, ich weiß gar nicht, wieso ich so wenig Kleidung eingepackt habe.


