Tag 9: Vom Bryce Canyon N.P. zum Capitol Reef N.P.
Kurzporträt
Highlights
Kodachrome Basin State Park, Grand Staircase Escalante Nat. Monument, Calf Creek und Rundblick über die Berge Richtung Capitol Reef N. P. (Passhöhe der Strasse 2800 m)
Bild des Tages
![]() | Im Grand Staircase Escalante National Monument - "Color Country" |
Reisebericht
Nachdem wir erst um 8.00 Uhr aufgewacht sind, (die natürlichen Wecker und Joachim 's Armbanduhr versagten), geht es erst gegen 9.45 Uhr in Richtung Kodachrome Basin State Park. Immerhin haben wir bis dahin gefrühstückt, drei haben geduscht und das Wohnmobil ist auch aufgeräumt.
Im State Park gibt es fast keine Besucher und die Eintrittsgebühr muss auch wie in den entlegeneren Parks üblich selbst eingetütet werden. Wir fahren wie immer zum Ende der Route und erkennen, dass der vorgesehene Aussichtspunkt an einem Berg hoch und nicht wie beschrieben nur ½ Meile sondern eher das Dreifache vorsieht. Da es schon eher heiß als warm ist, fahren wir zu den Sehenswürdigkeiten, was in den USA so vorgesehen ist und nutzen die davor extra angelegten "turnouts".
Jetzt geht es weiter in Richtung Escalante bzw. dem nächsten Höhepunkt der Reise, dem Capitol Reef N. P. Die Strecke führt durch einen kleinen Teil des einmaligen Grand Staircase Escalante N. M. Beeindruckend ist die Straßenführung direkt durch die Plateaus, was beim Grand Canyon N. P. und anderen Parks nicht so nah möglich ist. Interessanterweise wird das Gebiet erst seit 1976 geschützt, was für ein National Monument nicht so lange ist.
In Escalante entdecken wir am Ortsausgang ein gemütlich aussehendes Café mit Internet- Anschluss und beschließen, dort eine Mittagspause einzulegen. Die bestellten Burger dauern etwas länger und so bleibt Zeit zum e-mails Abholen und Schreiben. Das Lokal ist echt witzig. Man meint in einem Wohnzimmer zu sitzen und ist umgeben von Wanderutensilien und Souvenirs des Eigentümers. Das Essen ist auch gut und die Kinder sehr zufrieden.
Nach Escalante fahren wir wieder steil bergaufwärts. Oben angelangt, eröffnet sich ein toller Ausblick auf das zerklüftete Gebiet einschließlich einer langen Erdspalte, in der man am Calf Creek entlang wandern kann (Rundwanderweg 5 1/2 Meilen) und an verschiedenen Wasserfällen vorbeikommt. Für uns als Familie mit Kleinkindern ist das aber bei der vorherrschenden Nachmittags-Hitze weniger geeignet.
Wieder geht es nur bergaufwärts bis auf fast 2.900 Meter. Ein Lob auf unser Wohnmobil, trotz seiner Länge und seines Gewichts kommen wir gut voran. Die Vegetation scheint total verändert. Wo vorher Steinplateaus, roter Sand oder Halbwüste mit kleinen Pinien war, ist jetzt Wald mit Birken und Espen. Dazu Weiden mit Kühen und ein Ausblick auf das gesamte Gebiet, welches lt. Beschilderung eine Weitsicht in der Größe von Luxemburg ermöglicht.
Nachdem wir den ganzen Berg wieder hinunter gefahren sind und es jetzt wieder eher wie zuvor aussieht, erreichen wir gegen 17:45 einen schön angelegten Campingplatz und sind gleich am Swimmingpool. Oliver lässt sich das erste Mal alleine mit Schwimmflügel auf dem Wasser tragen.
Da es schon wieder spät ist, wird nur teilweise geduscht und das Abendessen besteht aus Nudeln mit Rührei und Salat. Danach geht es wie üblich in Raten in Bett. Das Tagebuch schreiben nimmt zwar immer Zeit in Anspruch, macht aber auch Spaß, da man den Tag noch einmal gedanklich aufarbeitet und durch die Bilder alles wieder lebendig wird.


