Tag 11: Vom Natural Bridges N.M. zum Canyon de Chelly N.M.
Kurzporträt
Highlights
Frühstück mit Aussicht am Mokee Dugway - yes, we did it !
Monument Valley Navajo Tribal Park
Abendstimmung auf schönem Campingplatz am Canyon de Chelly N. M.
Bild des Tages
![]() | Auf der SR163 zum Monnument Valley |
Reisebericht
Um 8.00Uhr am Morgen wird zusammengepackt, um die 20 Meilen bis zur Abbruchkante der Cedar Mesa zu fahren. Mit gemischten Gefühlen geht es dorthin, es überwiegt aber der Gedanke sich die Straße mit 10 % Gefälle und ca. 400 Meter Höhenunterschied innerhalb 3 Meilen nur anzusehen und dort gemütlich zu frühstücken. Die Strecke ist eine Abkürzung zum Monument Valley und wird im Internet mit unterschiedlichen Meinungen über deren Fahrmöglichkeit mit einem Wohnmobil unserer Größe bedacht.
Wir fahren auf die obere Aussichtsplattform, nachdem sich Joachim bereits zu Fuß einen Überblick über die Kehren und Wendemöglichkeiten gemacht hat. Autos kommen uns nur wenige entgegen. Nachdem sich Joachim mit einem Sheriff (den er einfach angehalten hat) über dessen Meinung befragt hat, steht fest, dass die Straße eigentlich ohne Schwierigkeiten befahrbar sein sollte. Jetzt kann in Ruhe gefrühstückt werden. Wir beeilen uns aber trotzdem, da wir noch mit etwas mehr Verkehr rechnen.
Es ist dann auch so! Die Kehren sind groß und im Gegensatz zum Rest geteert. Anso
nsten gibt es große Turn-Outs und da man den Gegenverkehr von Weitem sieht, kann gewartet werden.
Leider ist das Erlebnis schnell zu Ende und so geht es weiter. Der Ausblick ist gigantisch. Auf der rechten Seite die Abbruchkante, dann die Straße am Berg und vor uns viele Steinmonumente in verschiedenen Größen und Abständen, welche schon auf das Monument Valley hindeuten.
Vor dem Monument Valley machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Gooseneck State Park, der einen schönen Blick auf die Windungen des San Juan River bietet.
Im Monument Valley sind wir auf Navajo-Land. Wir sehen überall eher spärliche, mobile Häuser. Außerdem fallen uns die Glassplitter, leeren Dosen und Flaschen an den Wegrändern und Aussichtspunkten auf.
Die Terrasse im Visitor-Center gibt einen herrlichen Blick auf die drei meistfotografierten Monumente: West Mitten Butte, East Mitten Butte und Merrick Butte. Leider können wir uns auch wie sonst keinen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ansehen. Anmerkung: Es herrscht hier Sommerzeit, da die Navajos dies so festgelegt haben, obwohl wir wieder einmal in Arizona sind!
Der Rundweg durch das Tal ist für unsere Wohnmobillänge auf einer nicht geteerten Straße nicht empfohlen. Außerdem ist es für uns und die Kinder zu heiß (es hat immerhin zwischen 35° und 40° Celsius). Wir entscheiden uns daher für die Weiterfahrt in Richtung Canyon de Chelly.
In Chinle wird getankt und ein Einkaufszentrum besucht. Wir treffen wenige Touristen und fast nur einheimische Indianer, welche uns natürlich auch als fremdartig empfinden. Ein Besuch im Burger King bringt den Kindern viel Spaß und uns eine Pause ohne Essens- und Getränkezubereitung. Wenn der Bordservice stimmt, sind auch die Kinder zufrieden.
Dennoch füh
lt sich Andreas auf dem Weg zum Canyon de Chelly immer schlechter, er hat mittlerweile Fieber und will nur zu Mama! Deshalb fahren wir die Aussichtspunkte des Canyons ab und lassen Joachim alleine aussteigen und Fotos machen, was in Anbetracht des frühen Abends und der Wege auch sinnvoll ist.
Wir entscheiden uns auch deshalb dann auf dem Campingplatz am Spider Rock am Ende des South Rim zu bleiben, obwohl er weder Strom- noch Wasserversorgung besitzt und eine sehr enge Einfahrt auf einen allerdings sehr idyllischen Platz bietet.
Eigentlich könnten wir es uns mit dem Navajo Indianer, der den Campingplatz betreut, am Lagerfeuer beim Grillen gemütlich machen, doch wir haben mit den Kinder alle Hände voll zu tun. Andreas interessiert sich nicht mehr für unsere Steaks mit Brokkoli und fiebert die ganze Nacht einschließlich dem nächsten Morgen bei mittelgradiger Temperatur. Die beiden anderen schreien um die Wette, als sich eine Libelle ins Wohnmobil verirrt und wir es nicht gleich schaffen, dieses böse (von Oliver als sehr groß beschriebene!) Tier zu vertreiben. Da gefallen auch nicht unbedingt die Flötenklänge, die unser Wirt aus der Konserve zu uns herüber klingen lässt. Erst spät schaffen wir es, die beruhigten Kinder zum Schlafen zu bringen, es könnten ja noch mehr Untiere vorbeikommen!


