USA Westen 2002

Tag 13: Von Durango nach Montrose

Kurzporträt

Datum:Wednesday, 19 June 2002
Route: Durango auf der US 550 nach Silverton - Ouray - Montrose
Wetter / Temperatur: warm bis sehr warm, 30° - 35° in den Tälern
Aktuelles Wetter: Durango
Vorhersage f<ü>r Durango, CO
Montrose
Vorhersage f<ü>r Montrose, CO
Abfahrt: 10:30
Ankunft: 19:00
gefahrene Meilen: 111
Campingplatz: River Bend RV Park, Montrose


    Fotogalerie:

01 Historische Dampfeisenbahn auf dem Campground

    Karte:

2002-06-19

Highlights

Besuch des Bahnhofs in Durango zum Anschauen der Lokomotive "Thomas" aus der gleichnamigen Kinderserie im KIKA.

Fahrt durch die Rocky Mountains über Pässe zwischen 3.200 und 3.400 m. ü. M.

Baden in den heißen Quellen von Ouray.

Bild des Tages

Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad bei der Durchfahrt auf unserem Campingplatz

Reisebericht

Lokomotive ThomasJoachim ist um 8.00 Uhr bereits im Office des Campingplatzes um unsere aktualisierte Homepage zu übertragen. Wir frühstücken im geheizten Wohnmobil, nachdem es wieder nachts auf um die 15° Celsius abgekühlt hat und wir abends bei um die 30° Celsius dort angekommen sind.

Nachdem zwei der historischen Dampfeisenbahnen unseren Campingplatz passiert haben, warten wir noch bis 10.30 Uhr auf die Ankunft eines Zuges mit einer Lokomotive aus der Kinderserie "Thomas, die kleine Lokomotive", welche hier groß angekündigt worden ist und bei unseren Kindern sehr beliebt ist.

Da die Dauer der Zugfahrt nur 30 Minuten ist und der Preis für Kinder ab 1 Jahr und Erwachsene bei 14 Dollar liegt (was uns zu hoch erscheint!), entschließen wir uns, noch an den Bahnhof zu fahren und mit etwas Glück den Zug anschauen zu können.

Wie immer bei den Amerikanern kostet das Parken vor dem Ereignis viel Geld und so parken wir etwa 100 Meter in einer Seitenstraße unter einem schattigen Baum umsonst, während es neben dem Bahnhof satte 9 Dollar für unser RV gekostet hätte.

Die Kinder freuen sich wahnsinnig, als der Zug eintrifft und es möglich ist, auch noch ein Bild zu machen.

Nach dem Kauf von etwas harten, aber anscheinend frischen Bagels geht es weiter auf die erste Passhöhe. Bereits am Morgen war das Tal voll Rauch, was auf die Waldbrände zurückzuführen war. Joachim hatte erfahren, dass das Wetter am Nachmittag immer besser wäre bzw. die Rauchwolken weg wären, aber was nützt uns das.

Bei der Fahrt sieht alles wie hinter einem Schleier aus und auf der rechten Seite der Berge kann man z. Teil hohe Flammen erkennen. Ansonsten scheint alles wie immer zu sein. Die Felder und Wiesen werden bewässert und die Tiere weiden darauf.

Eine schöne Straße!Den Highway, den wir befahren, nennt man den Million Dollar Highway und gilt als eine der schönsten Passstraßen überhaupt. Die Straße geht nicht wie bei uns in den Alpen steil und kurvig nach oben, sondern eher  gerade. Die Vegetation ist auch über 3000 Meter noch mit kleinen Bäumen vorhanden und so fällt einem der Höhenunterschied nicht besonders auf. Die San Juan Mountains sind z. T. über 4000 Meter hoch, was auf den Fotos durch den leichten Rauch leider nicht so gut herauskommt.

Wir machen Pause und fahren danach in ein Tal, in dem das Städtchen Silverton liegt, welches die Endstation der legendären Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad ist. Die Kinder jubeln, als sie "unseren" Zug wiedersehen. Da wir bei der Durchfahrt hauptsächlich nur Souvenirläden entdecken können, geht es über den nächsten Pass weiter nach Ouray (=der Pfeil, der Name eines Häuptlings der Ute-Indianer).

Auf dem Weg dorthin sehen wir alte Goldminen, deren Tunnel bis Ende des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wurden. Kaum fassbar, dass hier in 3000 Metern Höhe 6 Städte errichtet und ein 5,5 Meilen langer Tunnel durch den Berg gearbeitet worden war.

Ein Abstecher in Ouray in ein Bad mit heißem Quellwasser macht natürlich Laune. Die Becken sind unterschiedlich warm, aber sehr niedrig, was unseren Kindern zugute kommt. Sie wollen auch gar nicht weiterfahren, denn der Spielplatz vor dem Bad ist echt super! Die Gegend drum herum wird als "die Schweiz Amerikas" bezeichnet, wobei aber die Kühe und Almen fehlen.

Bei MontroseErst gegen 18 Uhr geht es weiter in Richtung Montrose. Unsere Fahrt endet auf einem Campingplatz namens River Bend RV Park, der ein paar kleinere Seen besitzt und sich wie der Name schon sagt an einem Fluss befindet. Nach dem Einchecken geht es noch zum Gänsefüttern an einen der Seen. Wir flüchten ins Wohnmobil, da Jeannette müde ist und sich von Stechmücken verfolgt fühlt. Schade, eine Frau, wahrscheinlich die Besitzerin des Campingplatzes wollte noch mit uns Fische füttern, nachdem wir uns schon einige Zeit mit ihr unterhalten hatten.

Das Essen muss heute schnell und unkompliziert sein. Es gibt Spagetti mit Tomatensoße. Andreas und Jeannette schlafen zwar schnell ein, es ist aber bereits nach 21.00 Uhr...

Joachim liest die Tageszeitung und macht sich über die Ausweitung der Waldbrände um Colorado Springs und Denver schlau, denn eigentlich wollen wir ja in diese Richtung!