USA Westen 2002

Tag 14: Black Canyon of the Gunnison N.P.

Kurzporträt

Datum:Thursday, 20 June 2002
Route: Montrose - Black Canyon of the Gunnison N. P. -  Gunnison - Salida
Wetter / Temperatur: am Morgen noch 30 ° Celsius, am Abend gewittrig und ca. 20 ° Celsius
Aktuelles Wetter: Black Canyon of the Gunnison N.P.
Vorhersage f<ü>r Montrose, CO
Salida
Vorhersage f<ü>r Salida, CO
Abfahrt: 9:30
Ankunft: 19:30
gefahrene Meilen: 165
Campingplatz: Four Seasons RV Park, Salida


    Fotogalerie:

01 Oliver ist gluecklich

    Karte:

2002-06-20

Highlights

 

Bild des Tages

Painted Wall Painted Wall im Black Canyon of the Gunnison N.P.

Reisebericht

Nach teilweise widerwilligem Aufstehen um 8.15 Uhr (abends findet man ja kein Ende) wird gefrühstückt, zusammengepackt und in Richtung Park gefahren. Dieser gilt als einer der schönsten und am wenigsten überlaufenen Nationalparks in Colorado. Auf beiden Seiten der über 800 Meter tief eingeschnittenen Schlucht des Gunnison River rahmt der Park eine phantastische Landschaft ein.

1873 erstmals von Weißen gesichtet . Der jüngste Nationalpark der USA ist Teil eines rund 85 Kilometer langen Flusscanyons, dessen spektakulärste 20 Kilometer im Park liegen. Oben reißt die Schlucht bis zu 340 Meter weit auf, während sie sich im unteren Bereich stellenweise auf 12 Meter verengt (das sagt unser Reiseführer).

Wir sind jedoch mehr als angetan, denn die Bilder im Reiseführer werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Bei der Fahrt auf der etwa 12 Kilometer langen Südseite gibt es viele Haltestellen mit kleinen Fußwegen zu den schönsten Aussichtspunkten. Joachim macht diese meist alleine, da die Wege fast immer unbefestigt sind.

Wir picknicken deshalb auch im Wohnmobil und das ist auch der große Vorteil daran. Ich kann jederzeit kochen und dann kurz abwaschen (wenn ich dazu Lust habe!). Ich mache ein Omelette mit 10 Eiern und etwas Salami und ruckzuck ist die Familie wieder für einige Zeit zufrieden.

Auf dem Rückweg, da die Straße ein Sackgasse ist, sehen die Berge leicht neblig aus, was wieder auf die Waldbrände zurückzuführen ist. Wir fahren jetzt in Richtung Gunnison und merken, dass die Landschaft zwar sehr schön ist, aber durch die Rauchschwaden nur schwer auszumachen ist.

Gestern schon vereinzelt, heute dann doch massiv fahren wir an vielen Radfahrern vorbei, die am "Ride the Rockies"-Event teilnehmen. Dies ist so eine Art Tour-de-Ländle, also eine Breitensportveranstaltung, wo die Teilnehmer ca. 500 Meilen quer durch die Rockies bzw. eher die Rockies hoch und runter fahren. Respekt, Respekt, denn die Steigungen, die Höhe und der Gegenwind haben es wirklich in sich. Die Organisation ist natürlich amerikanisch perfekt: Unebenheiten auf der Straße - und das sind nicht wenige - sind mit Leuchtfarbe markiert, an den Steigungen stehen Durchhalteparolen, auf den Passhöhen gibt es Verpflegungsstände mit Mengen von WC-Häuschen. Diese Transporter haben wir auch schon mehrmals überholt...

Vor Gunnison kommen wir noch an drei schönen Seen vorbei, dem Crystal Lake und Morrow Point Lake und danach am größten See, dem Blue Mesa Lake. Das Wasser des Gunnison River wurde hier einfach aufgestaut und als Naherholungsgebiet ausgewiesen. Auch hier kann man wie üblich alle möglichen Wassersportmöglichkeiten nutzen. Zudem ist das Gebiet im Winter auch Skigebiet.

DCF 1.0In Gunnison angekommen fahren wir direkt zum Visitor Center, um uns über die weitere Fahrt klar zu werden. Dort erfahren wir, wo es brennt und dass der uns störende Dunst hier erst seit dem Nachmittag besteht. Außerdem sei die Durango & Silverton Railroad (die Dampfeisenbahn, die wir gestern in Durango noch fahrend besichtigt haben) heute wegen der Waldbrände in Durango nicht mehr in Betrieb.

Während Joachim noch seinen Laptop in Gang setzt und Andreas schläft, vergnügen sich Oliver und Jeannette am nahegelegenen Spielplatz. Ich kann noch einige Postkarten schreiben, während ich sie beaufsichtige. Danach beschließen wir, weiter in Richtung Colorado Springs zu fahren. Die Brandorte sind uns durch die Tageszeitung bekannt und viel Auswahl zur Routenänderung gibt es auch nicht.

Nach einer sehr schönen Passüberquerung (Monarch) mit 3400 Metern geht es wieder hinunter ins Tal. Nach der alpinen Bergwelt tun sich sehr jetzt trockene Hügel zu beiden Seiten auf, in der Mitte grüne (bewässerte) Weiden mit Kühen und Pferden und kleinen oft hölzernen Ranchen.

Erst spät erreichen wir Salida, welches am Arkansas River liegt, tanken und besuchen wegen der späten Uhrzeit und weil unsere Kinder keine Ruhe geben einen "Burger King". Nach dem Essen und wie immer ausgiebigem Spielen finden wir unseren heutigen Campingplatz und bekommen den letzten noch freien RV Platz.

Nach dem Duschen aller Kinder geht es so schnell wie möglich ins Bett. Joachim besucht die "Laundry" und ich kann die Wäsche noch zusammenlegen. Vorteil hier in USA: Die Waschmaschinen haben Warmwasser-Anschluss und sind in 25 Minuten fertig. Wir schauen uns noch im Fernsehen die Berichte über die Bekämpfung der Brände an, denn es ist auch noch Regen angesagt, was von Vorteil für das Löschen d. h. auch für uns sein könnte. Lt. Zeitung war das Feuer beim Verbrennen eines Briefes einer National Forest Mitarbeiterin in einem hier oft als Feuerstelle verwendeten Betonring  ausgebrochen.