USA Westen 2002

Tag 18: Von Chief Hosa  nach Buena Vista

Kurzporträt

Datum:Monday, 24 June 2002
Route: Chief Hosa - Georgetown/Silver Plume - Loveland Pass - Leadville - Buena Vista
Wetter / Temperatur: leicht bewölkt, abends Gewitter; warm, über 30°C
Aktuelles Wetter: Chief Hosa
Vorhersage f<ü>r Georgetown, CO
Buena Vista
Vorhersage f<ü>r Buena Vista, CO
Abfahrt: 10:15
Ankunft: 16:45
gefahrene Meilen: 135
Campingplatz: KOA Buena Vista


    Fotogalerie:

01 Georgetown Loop Railroad

    Karte:

2002-06-24

Highlights

Fahrt mit der Georgetown Loop Railroad von Silver Plume nach Georgetown und zurück

Bild des Tages

Unsere Lok - alt und zuverlässig Lokomotive 14 der Georgetown Loop Railroad

Reisebericht

Fahrt über das Devils GateNachdem es gestern spät geworden ist und die Tagesetappe relativ lang war, geht es heute erst gegen 10.15 Uhr los. Danach fahren wir nach Georgetown, wo wir gestern ja schon vergeblich nach einem Übernachtungsplatz gesucht haben.

An der Verkaufsstelle der Tickets für die Eisenbahn erfahren wir als erstes, dass wir mit unserer Länge von Wohnmobil besser nach Silver Plume fahren, da es dort bessere (und vor allem nähere) Parkmöglichkeiten für uns gibt. Der Zug fährt erst um 12.00 Uhr und für die drei Kilometer benötigen wir nur ein paar Minuten auf dem gut ausgebauten Freeway. Wir fahren heute übrigens wieder gen Westen!

Als wir etwas gegessen und einen kleinen Rucksack gepackt haben und Joachim den Verwandten in Seattle und Mt. Angel angerufen hat, ist es auch schon Zeit, den kurzen Weg unter dem Freeway durch zum Bahnsteig zu gehen.

Um 11.50 Uhr fährt der Zug ein, und die schöne Lokomotive Nr. 14 wird  nach kurzem Auftanken an das andere Ende des Zuges gebracht (wegen der Enge des Tales und der Steigung von 6% nur einspurig).

Wir steigen in den letzten Wagen und sitzen seitwärts auf Holzbänken. Nach kurzer Einweisung durch den Schaffner über die Verhaltensregeln im Zug geht es dann talwärts ohne viel Dampf aber mit mehrmaligem Signal.

Wir fahren über eine Brücke, das Devil`s Gate Viaduct, die 100 Meter lang ist und kommen an der Lebanon Mine, einer Silbermine um die Jahrhundertwende, vorbei. Einige Fahrgäste steigen aus, um an einer Führung in der nur 7° Celsius warmen Mine teilzunehmen.

Wir halten an der Endstation in Georgetown und zurück geht es den Berg hinauf mit viel schwarzem Am Loveland PassDampf bzw. Russ. Unsere Haare sind noch abends mit schwarzen Kügelchen übersät.

Pünktlich um 13.00 Uhr ist die Fahrt zu Ende und die Kinder beteuern, welchen Spaß es gemacht hat.

Nach einer kurzen Rast mit Nudelsuppe im Wohnmobil geht es weiter auf der Highway bis zum Loveland Pass. An seinem Weg liegen bekannte Skiorte, welche auch jetzt, wo fast Sommer ist, noch gut besucht sind. Ich denke, wegen der guten anderen Sportmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren, Wildwasserfahrten, etc...

Gegenüber dem gestrigen Tag ist die Bergwelt eher karg und sehr trocken. Hier darf man zur Zeit wegen der extremen Feuergefahr nicht einmal eine Zigarette im Freien rauchen. Die Strecke ist kurvenreich, aber nur 14 km lang. In Copper Mountain kann man praktisch von der Autobahn direkt an den Lift. 

Wir verlassen danach die Highway und fahren die SR 19 hinauf in die Berge. Die Hänge sehen vom Kupferbau sehr angegriffen aus. Hier liegt auch eine der größten Molybdänförderstätten der Welt.

Wir kommen nach Leadville, einer erst 1875 mit der Entdeckung von silberhaltigem Bleivorkommen berühmt gewordenen Stadt. Durch Goldfunde war die Einwohnerzahl auf 30.000 angestiegen und ist heute nur noch ein Zehntel. Immerhin die Stadt ist sehr nett hergerichtet und rühmt sich als höchstgelegene Stadt der USA.  Beim Verlassen geht es bergabwärts und vor uns sind die höchsten Berge Colorados: der Mount Ebert (4.399 Meter) und der Mount Massive (4.396 Meter). Leider ist der Blick darauf etwas getrübt. Es hat schon wieder Sawatch Mountains - alle über 4000 m hoch!Dunst der Feuer, die von Durango herrühren.

Das letzte Stück der heutigen Fahrt nennt sich Top of the Rockies Scenic Byway und führt durch trockene Landschaft vorbei an der Bergkette genannt Sawatch Range. Die Berggipfel sind nach berühmten Universitäten benannt!

Wir erreichen bereits um 16.45 Uhr Buena Vista, wo es einen KOA Campground mit Internet Anschluß gibt. Der Ort liegt zwar nicht direkt an unserer Route, aber die anderen Campingplätze hatten nicht einmal Strom. Heute sind wir nur 20 Meilen von Salida, unserem Übernachtungsplatz vor wenigen Tagen, entfernt.

Wir kochen, waschen Wäsche, Joachim sucht noch die Bilder aus und fügt sie zu meinen Berichten ein. Schön, dass die Kinder bald im Bett sind. Nur Oliver will wie üblich noch mit Joachim ins Office. Es hat ein Gewitter und wir sind froh, dass es von 31°Celsius etwas abkühlt (und unser staubiges RV etwas sauberer wird). Erst danach getraut sich Joachim, mit dem Laptop bewaffnet, den Berg zum Empfangsbüro zu laufen, wo es Telefon-Leitungen gibt und meine Wäsche wartet. Das gibt mir unerwartete Freizeit und ich kann mir einen Film im Fernsehen ansehen. Wie ungewohnt!