USA Westen 2002

Tag 19: Von Buena Vista nach Glenwood Springs

Kurzporträt

Datum:Tuesday, 25 June 2002
Route: KOA Buena Vista - Independence Pass - Independence - Aspen - Glenwood Springs Hot Springs Pool - KOA New Castle/Glenwood Springs
Wetter / Temperatur: erst warm, auf dem Pass eher kühl, am Nachmittag heiß über 30°
Aktuelles Wetter: Buena Vista
Vorhersage f<ü>r Buena Vista, CO
Glenwood Springs
Vorhersage f<ü>r Glenwood Springs, CO
Abfahrt: 10:15
Ankunft: 20:30
gefahrene Meilen: 129
Campingplatz: KOA New Castle


    Fotogalerie:

01 An den Twin Lakes

    Karte:

2002-06-25

Highlights

Independence Pass und Besichtigung der Geisterstadt Independence

Besuch des Glenwood Hot Springs Pool

Bild des Tages

Farm an den Twin Lakes Farm an den Twin Lakes, auf dem Weg zum Independence Pass

Reisebericht

Abfahrt vom Independence PassNachdem Joachim bereits geduscht hat, während sich die Kinder und ich noch in den Betten räkeln, geht es nach schnellem Anziehen zum Pancake-Essen auf dem Campingplatz. Die Pancakes werden in einem Blockhütte zubereitet und im Freien serviert.

Nach dem Gewitter gestern Abend ist das Wetter wieder schön. In den Rockies ist das Wetter meistens am Nachmittag bewölkt und deshalb ist es ratsam, schön früh am Morgen aufzubrechen. Wir haben die geplante Tagesetappe halbiert und können es daher heute ruhiger angehen lassen.

Nach dem letzten Aufräumen geht es los . Wir müssen zuerst die 20 Meilen bis Twin Lakes zurückfahren, um auf die ursprüngliche Route zurückzukommen. Die Schilder zeigen uns an, dass der Pass für die Größe unseres Wohnmobils eigentlich gerade nicht mehr zugelassen ist (35 Fuss erlaubt zu 36 Fuss tatsächlich). Aber der eine Fuss müsste schon noch gehen... Die Fahrt auf den Gipfel ist auch nicht schwieriger als anderswo, bis auf die Tatsache, dass die Straßen-Begrenzungen oft fehlen und die Straße recht alt ist.

Auf dem Pass angekommen machen wir einen kurzen Spaziergang in die Tundra. Wir sind 3.687 Meter hoch und es gibt noch wenige Schneefelder und dafür schöne Gebirgsblumen zu sehen. Wir sind rund 30 Kilometer vor Aspen und ein Herr erklärt uns, dass dieser Ort nur etwas für Reiche sei.

Bei der Besichtigung der Ghosttown IndependenceWir besichtigen bei der Weiterfahrt eine Geisterstadt namens "Independence", wo einige gut erhaltene Blockhütten aus der Goldgräberzeit als archäologisches Denkmal geschützt werden. 1882 waren ca. 1000 Leute dem Ruf des Goldes hierher auf über 3000m Höhe gefolgt..

Weiter geht es bergab mit zahlreichen unübersichtlichen Kurven und man hat den Eindruck, völlig alleine zu sein. Joachim hupt manchmal, da die Autos ziemlich schnell um die Kurven kommen. Wir haben linker Hand wie üblich einen schönen Fluss und rechter Hand den Berghang, zum Teil mit riesigen Felsbrocken. Dort versuchen sich auch einige beim Klettern.

Im Tal liegt das mondäne Aspen, das wir aber nur auf der Durchfahrt begutachten. Was auffällt, sind die vielen Holzhäuser an den Hängen mit großen Fenstern, wobei wie wohl überall gilt: "Je höher, desto teurer". Die Stadt zeigt sich als grüner Park mit schönen, gepflegten Wohnanlagen.  Zur Zeit leben hier rund 6000 Einwohner und überall wird gebaut. Aspen ist heute ein exklusiver Wintersportort, in dem sich auch alle möglichen Stars zeigen oder wohnen.

Leider bleibt uns ein Abstecher zu den Maroon Bells, einem Seitental, welches nur mit einem öffentlichen Bus erreichbar ist, versagt. Es gibt keine Parkmöglichkeit für Wohnmobile am Beginn des gesperrten Bereichs und man könnte meinen, das sei so gewollt.

Wir kehren um und da wir bisher kein Mittagessen hatten, essen wir eine Riesenpizza und kaufen danach noch das Notwendigste und frisches Gemüse ein. Übermorgen sind wir ja schon wieder in der Wüste.

Bei Glenwood SpringsEs ist bereits 18.00 Uhr als wir in Glenwood Springs vom Parkplatz in der Stadtmitte zu den Bädern der heißen Quellen hier aufbrechen. Wir amüsieren uns prächtig. Trotz der Hitze macht Baden in 36 und 38° Celsius warmen Wasser sehr viel Spaß. Oliver und Jeannette haben sich an ihre Schwimmflügel gewöhnt und Andreas strahlt jedes Mal, wenn wir das Wort "Baden" erwähnen. 

Erst um 20 Uhr geht es zum etwas abseits gelegenen  KOA Campingplatz, wie immer an einem Fluss, diesmal unter Bäumen. Andreas und Jeannette schlafen nach kurzem Malen schnell ein, während Oliver wie immer den Boden vor unserm Wohnmobil bearbeitet und viele Straßen baut. Um kurz nach 22.00 Uhr ist endlich Ruhe eingekehrt und was bleibt ist viel, viel Durst!!!