Tag 27: Grand Teton National Park
Highlights
Besuch des Grand Teton Nationalpark
Bild des Tages
![]() | Farm im Grand Teton National Park, diente als Filmkulisse in einem Western im Jahre 1953 |
Spruch des Tages
Oliver, als wir über die Tiere des Nationalparks sprechen: "Ich habe keine Angst vor Frisbee-Bären."
Jeannette, als ein paar als Cowboys gekleidete Männer auf der Straße für ihre Aufführung werben: "Mama, da sind ja lauter Indianer!"
Und später bei der Gunfight-Aufführung am Abend in Jackson: "Der Mann wäre dreimal fast gestorben und dann ist er immer wieder aufgestanden."
Reisebericht
Nach dem Aufstehen um 7.45 Uhr wollen wir uns etwas zügig nach dem Frühstück zur Abfahrt bereitmachen, aber die Kinder sind noch sehr müde und wir irgendwie auch, vielleicht ist das die Klimaumstellung.
Es hat heute Wolken und "nur" 16° Celsius, so dass manche das erste Mal in USA frieren und den Kindern Jogginghosen anziehen. Die Ami`s haben allgemein immer Shorts mit T-Shirt und Turnschuhen an, am Morgen zusätzlich einen Pullover. Die Unterschiede zwischen morgens und abends sind hier sehr hoch. So hat es hier üblicherweise am Tag 30° und nachts 5 - 10° Celsius.
Wir fahren nach dem Tanken südöstlich zum Gros Ventre Slide, wo 1925 ein gewaltiger Erdrutsch den Gros Ventre River zu einem großen See aufstaute. Nach 2 Jahren zerbarst er und in seinen Fluten ertranken sechs Menschen aus dem kleinen Ort Kelly. Auf den Hinweistafeln steht, dass Bäume, die sich vorher oben am Berg befanden, unten weiter gewachsen sind und sich an das veränderte Klima angepasst haben.
Wir sind dann auf einer Art Hochebene und die Wiesen haben um diese Jahreszeit die schönsten Wildblumen in allen Farben. Es gibt massenhaft Büschel mit Salbei, was einen wüstenähnlichen Charakter verleiht. Im Hintergrund die Teton Range mit dem Grand Teton (4.197 Meter ü. M.). Dazwischen haben die Gletscher der letzten Eiszeit vor 12000 Jahren eine Kette von acht größeren und einigen kleineren Seen hinterlassen. Die Teton Range ist eine der geologisch jüngsten Bergketten des Ko
ntinents. Der Park gliedert sich in zwei Teile, die schneebedeckten Bergketten und ein langes, trockenes Tal mit dem Snake River, genannt Jackson Hole. In den USA ist hier auch häufig der Kältepol zu finden.
Wir folgen unserem Reiseführer und fahren eine Nebenstrecke. Da es mittlerweile etwas regnet und sich schwarze Regenwolken an den Bergen abregnen, halten wir am Snake River Overlook an und genießen Spagetti Alfredo und Gurkensalat.
Das Wetter wird langsam besser und so geht unsere Route vorbei am Jackson Damm und an verschiedenen Aussichtpunkten, bis wir am späten Nachmittag zum ehemaligen Drehort eines Westernfilms namens "Shane" von 1953 kommen. Die alten verwitterten Scheunen sehen vor der Bergkulisse einfach gut aus und so verweilen wir mit den Kindern beim Anschauen der Landschaft und beim Untersuchen der zum Teil sehr großen Löcher von kleinen Erdmännchen.
Um 17:30 Uhr sind wir im Touristenstädtchen Jackson. Wir wollen noch einkaufen und uns die Show der Gunfighter, einer Truppe von Cowboy-Darstellern ansehen. Die Kinder halten sich bei den lauten Schüssen die Ohren zu, sonst gefällt es ihnen ganz gut. Nur Andreas wird es am Ende doch zu viel und er weint vor Angst.
Beim Einkaufen sind wir erst nach 19:00 Uhr, was hier ganz normal ist. Überall werden Spezialitäten für den Nationalfeiertag angeboten und wir gönnen uns eine Schokoladentorte mit den Farben der USA. Wir sind erst spät auf unserem Campingplatz, den wir vorsorglich für 2 Nächte gebucht haben, da wegen des Feiertags alles voll ist. Wahrscheinlich wird es im Yellowstone N. P. noch viel schlimmer sein, daher überlegen wir uns, die geplante Route zu ändern.
Wir essen aber erst einmal gekaufte Sandwiches und Melone und bringen die Kinder nach dem Duschen schnell zu Bett. Joachim holt noch etwaige Emails ab und lädt sich Dateien von den verschiedenen Campingplätzen im Yellowstone aus dem Internet herunter. Dabei gönnen wir uns heute ein Glas Wein, wie ungewohnt!

