USA Westen 2002

Tag 21: Von Grand Junction nach Moab

Kurzporträt

Datum: Thursday, 27 June 2002
Route: Grand Junction - Cisco - Castle Valley - Moab - Arches N.P. 
Wetter / Temperatur: morgens bewölkt und nicht ganz so heiß (unter 30°), nachmittags dann wieder Sonne und sehr heiß (35-40°)
Aktuelles Wetter: Grand Junction
Vorhersage f<ü>r Grand Junction, CO
Moab
Vorhersage f<ü>r Moab, UT
Abfahrt: 9:15
Ankunft: 16:99
gefahrene Meilen: 187
Campingplatz: Arch View Camp Park, Moab


    Fotogalerie:

01 Andreas auf der Rutsche

    Karte:

2002-06-27

Highlights

Fahrt entlang des Colorado River auf der SR 128

Abendstimmung im Arches National Park

Bild des Tages

Wohin dieser Weg wohl führt ... Wohin dieser Weg wohl führt? Gesehen entlang der SR128, einem sehr schönen "Scenic Byway".

Spruch des Tages

"Die sind zwar ein bisschen glitschig, aber sonst schmecken sie gut!"  Oliver beim Genuss von Rocky Road Eiskrem mit Marshmallows-Stückchen)

Reisebericht

Andreas auf der RutscheJoachim weckt mich, als er sich wieder mal auf den Weg zum Office macht und unsere Berichte überträgt. Ich mache wie üblich Milch und esse mit den Kindern heute Müsli, obwohl ich sonst ein absoluter Anti-Müsli-Fan bin. Um 9:00 Uhr trinken wir noch eine Tasse Kaffee und  machen uns reisefertig. Die Kinder dürfen noch auf dem Spielplatz spielen, was wie meist mit lautem Gebrüll abgebrochen werden muss. Komischerweise herrscht auf den Campingplätzen immer große Ruhe und dann fällt das natürlich besonders auf, obwohl die meisten bereits abgereist sind oder auf Entdeckungsreise.

Heute ist Wohnmobil-Service-Tag. Zuerst geht es zu einer RV-Werkstatt in der Nähe,  um unseren Generator reparieren zu lassen. Nach erfolgloser, aber kostenloser Untersuchung, lassen wir noch Gas auffüllen. Da wir ja schon in die Kategorie Truck gehören, suchen wir auch gleich noch ein paar neue Wischerblätter bei einem Truck-Service, und werden schließlich in einer anderen RV-Vertretung fündig.

Unsere Weiterfahrt führt uns durch einen wunderschönen Canyon des Colorado River und wir überqueren dann auch bald die Grenze zu Utah. Auch hier werden wir wieder mit kräftigen Rauchfahnen eines Waldbrandes begrüßt. Es ist wüstenmäßig und heiß, aber heute scheint zum ersten Mal nicht wie sonst üblich den ganzen Tag die Sonne.

Ich sitze wie immer am Abgrund, neben mir fließt der Colorado River und dahinter noch die Eisenbahnlinie. Eigentlich hätten wir Lust anzuhalten und im Fluss zu baden, einige Stellen laden dazu ein. Da wir mit drei hungrigen Kindern unterwegs sind, geht es auf einen Entlang der SR 128 Picknickplatz. Bei Temperaturen an die 35 bis 40° Celsius außerhalb des Wohnmobils versuche ich Ruhe zu bewahren und die Spaghetti mit Tomaten-Hackfleischsoße so schnell wie möglich zu servieren. Der Rest vertreibt sich die Zeit mit Steine werfen in den Fluss.

Nach einer gut einstündigen Pause geht es um 14:00 Uhr weiter in Richtung Campingplatz. Joachim will einen Abstecher zu den La Sal Bergen machen (einer Kette von Bergen, die wiederum über 3700 m.ü.M. sind und mit ihren grauen Gipfeln gar nicht zum Rest der Landschaft passen) und erhält von einem vorbeifahrenden Autofahrer die Auskunft, dass wir das mit unserem Teil von Wohnmobil schaffen müssten. Auf unserer Straßenkarte ist nichts eingezeichnet, aber im Tal wird die Strasse als Loop bezeichnet und führt nach Moab, unserem heutigen Ziel.

Kurz darauf müssen wir dann aber doch umkehren, da uns ein 5 Tonnen Gewichtsbeschränkungsschild  Einhalt gebietet. 10% Toleranz wäre ja noch gegangen, aber bei 6,5 Tonnen auf der Hinterachse... Wir wollen ja keine neue Canyon-Abbruchkante schaffen. Wir fahren wieder zurück an die Kreuzung und ab geht es durch unsere geliebte Canyon-Landschaft,  jetzt wieder in Rot.

Etwa neun Meilen nördlich von Moab liegt unser heutiger Campingplatz, der uns einen Blick auf einen kleinen Teil des Arches National Parks eröffnet. Wir checken ein und begeben uns direkt zum Swimmingpool, der mit seinem kühlen Wasser die reinste Wonne darstellt. Nur Andreas lässt sich nach den letzten Badetagen mit heißen Quellen nicht überreden, weiter als mit den Füssen in den Pool zu steigen. Das tat aber so gut!

Nach18:00 Uhr besuchen wir noch den Arches National Park, der im Abendlicht teilweise noch schöner sein soll. Wasser und Eis, extreme Temperaturen und Verschiebungen unterirdischer Salzschichten sind für die ungewöhnlich geformte Felslandschaft verantwortlich. Hier gibt es angeblich die dichteste Ansammlung von Bögen (Arches) der Welt - über 2000 an der Zahl, die unter 1m Spannweite nicht mitgerechnet.

Balanced Rock im Arches National ParkWir haben uns für heute nur einen Abstecher dorthin vorgenommen und wollen erst morgen den Hauptteil des Parks ansehen. Das Wetter ist jetzt wieder schön.  Bei unserem ersten gemeinsamen Urlaub in USA im Jahr 1990 waren wir auf der Durchfahrt zufällig auf den Nationalpark gestoßen und mussten leider wegen Benzinmangels abends um 20.00 Uhr wieder umkehren!!!

Diesmal hat Joachim vollgetankt und muss leider wegen zweier übermüder Krieger zurück zum Campingplatz fahren. Oliver beschwert sich, warum die Kleinen nicht zu Hause geblieben sind, da er und Papa noch gern zum "Delicate Arch" gelaufen wären, den man vom unteren Aussichtspunkt nicht so schön im Abendrot sehen kann. Dafür gräbt Oliver später wie immer den halben Platz um, während ich Jeannette und Andreas aus den Sitzen direkt ins Bett trage.

Unser Tagebuch entsteht heute ausnahmsweise im Freien, da es ansonsten zu dunkel, zu kalt oder zu viele Mücken hat... Bei Eis und kühlen Getränken lässt es sich noch gut arbeiten, die Wäscherei besuchen und für den nächsten Tag planen.