USA Westen 2002

Tag 22: Canyonlands N.P.

Kurzporträt

Datum: Friday, 28 June 2002
Route: Arch View Camp Park - Dead Horse Point State Park - Canyonlands N.P. - Arch View Camp Park
Wetter / Temperatur: heiß
Aktuelles Wetter: Canyonlands N.P.
Vorhersage f<ü>r Canyonlands National Park, UT
Abfahrt: 11:00
Ankunft: 16:15
gefahrene Meilen: 95
Campingplatz: Arch View Camp Park, Moab


    Fotogalerie:

01 Dead Horse Point State Park

    Karte:

2002-06-28

Highlights

Dead Horse Point State Park

Canyonlands National Park

Bild des Tages

Ich wandere schon ganz alleine! Andreas, bei der Mini-Wanderung zum Upheaval Dome im Canyonlands Nationalpark

Spruch des Tages

Oliver, nach einem Rundweg: "Gleich haben wir es geschafft!", darauf Jeannette: "Gott sei dank, mein Tank ist nur noch halb voll."

Oliver, bevor er seine neuen Shorts und ein T-Shirt mit der Nummer 20 anzieht: "Ich möchte heute sportlich sein". Jeannette sagt später dasselbe beim Abtrocknen des Geschirrs (man merkt, dass die Eltern nicht so gerne Sport treiben, oder?).

Reisebericht

Dead Horse Point State ParkDer gestrige Tag war doch anstrengend und so passiert es, dass unser sonstiger Frühaufsteher Joachim nach einem Bettenwechsel noch einmal einschläft und wir erst nach 9:00 Uhr aufstehen. Es wird gemütlich gefrühstückt und zum ersten Park gefahren.

Der Dead Horse Point State Park liegt vor dem Canyonlands National Park und bezeichnet sich als Grand Canyon von Utah. Der Ausblick ist auch grandios, denn man hat den Eindruck, näher beim sich grünlich durch die Canyons schlängelnden Colorado River zu sein.  Der Aussichtspunkt ist sehr schön angelegt und ermöglicht einen Rundgang am Rande der Schlucht. Der Weg ist nur teilweise geteert, den zwischendurch geht es über Steinplatten. Wir gehen mit den Kindern einen Teil des Weges ab und alle haben großen Spaß daran. Joachim beteuert wie immer, dass es nicht zu warm wäre, doch das beeindruckt mich wenig, denn so geschwitzt habe ich lange nicht mehr (das liegt ja an dem Hut, den ich nicht aufgehabt habe!).

Zum Namen des Parks steht etwas in der kurzen Beschreibung, die wir am Eingang bekommen haben. Demnach soll man hier um 1800 Wildpferde gefangen und gezähmt haben und dafür die Klippen auf allen Seiten als Abgrenzung benutzt haben. Die Legende besagt, dass ein Teil der Herde ausbrach und mit Blick auf den Colorado verdurstet ist.

Uns fällt auf, dass es heute sehr dunstig ist und auf Nachfrage im Visitor Center bestätigt sich unser Verdacht, dass es sich um Rauch von Waldbränden handelt.

Green River Overlook im Canyonlands N.P.Erst nach 13:00 Uhr erreichen wir den Canyonlands National Park und wie wir bereits im Dead Horse Point State Park gesehen haben, kann man hier mit dem Jeep tolle Touren machen. Unsere Reiseführer bestätigen, dass man Lust auf "mehr" bekommt, wenn man die einzelnen Aussichtspunkte abfährt. Es gibt auch eine 160 km lange White Rim Road, die sich  entlang des Steilrandes windet  und mit Allradfahrzeug oder Mountain Bike befahren werden kann. Dazu muss man aber eine Genehmigung einholen, Zeltplätze reservieren, etc.

Wir machen einen Abstecher zum Upheaval Dome und freuen uns, wie begeistert die Kinder die 1,6 km lange, steil ansteigende Kurzwanderung mitmachen. Sogar Andreas lässt sich nur kurze Zeit tragen, was bei der Höhe der Stufen nicht verwunderlich ist  Der Sand ist rot und das zeigt sich nachher an den Schuhen. Oben angekommen, haben wir einen herrlichen Blick auf eine kraterähnliche Landschaft, die einer Theorie zufolge durch Einschlag eines kleinen Meteoriten, einer anderen Theorie nach durch unterirdische Salzschichten verursacht wurde.

Der Colorado River trifft hier in der Mitte des Parks auf den Green River und fließt als Colorado River weiter in den uns bekannten Stausee Lake Powell (Trinkwasserreservoir).

Grand View im Canyonlands National ParkAm Grand View Point erschliesst sich einem die riesige Dimension dieser Canyonlandschaft, in der Ferne sieht man den "Needles District" mit seinen vielen Felstürmen. Auf der Straße ist dieser Teil des Parks nur durch einen über 100 Meilen langen Weg zu erreichen.

Nach einigen weiteren Aussichtspunkten kehren wir über eine grün aussehende Hochebene (Mesa) zum Parkausgang zurück und beschließen, zuerst zum Campingplatz zurück zu kehren und uns im Swimmingpool abzukühlen.  Ich habe aber solchen Hunger, dass ich mit Andreas im Wohnmobil bleibe und das Essen koche. Heute gibt es frischen Brokkoli, Reis und man glaube es kaum: Steak. Um 17:00 Uhr wird gegessen, danach gespült und da ich jetzt fleißige Helfer beim Abtrocknen habe, geht alles recht schnell.

Joachim möchte eigentlich noch in den gleich neben an liegenden Arches National Park, den wir gestern nur kurz besucht haben, aber der Rest der Familie möchte relaxen und so wird gemalt und geduscht. Um 19:30 Uhr sind die ersten im Bett, und nachdem es etwas abgekühlt hat, kann Oliver draußen spielen. Ohne Klimaanlage im Wohnmobil ginge gar nichts. Tja, noch ein paar Tage und wir fühlen uns bestimmt wohler und vermissen die Hitze.