Tag 23: Arches N.P. - Jensen
Kurzporträt
Highlights
Arches National Park
Fahrt über den Douglass Pass
Bild des Tages
![]() | Landscape Arch im Arches National Park, gesehen und fotografiert von einem Teil der Familie. |
Reisebericht
Bereits um kurz nach 7:00 Uhr wird aufgestanden, d. h. Joachim geht ins Office und ich mache das Frühstück und packe zusammen. Um kurz nach 8:00 Uhr ist auch Joachim mit dem Frühstücken fertig und macht das Wohnmobil startklar.
Das Wetter ist schön und zum Glück nicht so dunstig wie gestern. Wir erreichen den Parkeingang um kurz nach halb neun und da es Samstag ist, herrscht reger Andrang, was uns nicht sehr stört, denn wir haben einen Teil der 30 Kilometer langen Panoramastraße bereits besucht.
Deshalb möchten wir gleich ans Ende der Route zum Devil's Garden. Zuvor geht es neben der Straße über einen kurzen Fußweg zum Skyline Arch hinauf. Wir haben uns alle Turnschuhe angezogen, denn der Weg führt über Steinplatten und viel Sand.
Der nächste Aussichtspunkt mit Wanderweg ist auch nicht weit entfernt und führt zu den verschiedenen Steinbögen wie z. B. den Tunnel Arch und den Pine Tree Arch. Den ersten Teil des Rundweges haben wir recht schnell geschafft, aber da die Temperaturen schnell ansteigen, kehre ich mit dem müden Oliver um. Joachim möchte noch die größeren Bögen wie den Landscape Arch oder den Double O Arch sehen, die von der Straße aus nicht zu sehen sind. Nach über einer halben Stunde kehrt er mit Andreas in der Rückentrage und Jeannette zurück. Den Dreien hat der Marsch in der Sonne nicht viel ausgemacht. Joachim hat wenigstens noch den Landscape Arch, der über 90 Meter spannt, von Weitem gesehen.
Nach kurzem, aber notwendigen Duschen geht es weiter zu den "Windows", den Fenstern in der Mitte des Parks. Diese sind wegen ihrer leichten Erreichbarkeit von der Straße aus leicht überbevölkert, was uns veranlasst, den Anblick aus dem Wohnmobil vorzuziehen. Wir machen Lunchpause. Die roten Felsen, die aus lachsfarbenem Entrada-Sandgestein bestehen, strahlen in der Sonne.
Unser Natur-Reiseführer sagt dazu:
Die Bögen bilden sich aus den Windows und dieser Prozess hat sich seit 300 Mio. Jahren entwickelt. Damals
lag des Gebiet des heutigen Nationalparks in einer riesigen Senke, in der wiederholt das Meer einbrach. Nach der endgültigen Verdunstung des Wassers blieb eine dicke Schicht aus Gips und Salz übrig, die stellenweise 3000 Meter Mächtigkeit erreicht.
Sedimente späterer Erdepochen setzen diese unter Druck und das Salz begann sich zu verformen. Die anschließende Hebung des Colorado Plateau's verstärkte die Instabilität. Gesteinsschichten zerbrachen, Täler stürzten ein. So entwickelten sich Risse, Kluften, Lamellen und danach die Fenster.
Faszinierend! Aber wir müssen leider weiter, denn unser nächster sehenswerter Park liegt 200 Meilen nördlich von hier und beschäftigt sich mit Dinosauriern. Oliver kann es kaum erwarten. Leider geht die Strecke auf der Interstate 70 wieder zurück bis fast nach Grand Junction. Danach geht es auf einer als "Scenic Byway", also sehenswerten Nebenstrecke über den Douglas Pass.
Die Landschaft ist sehr schön, schwarzwaldähnliche Berge, mit Tannen, aber alles sehr trocken und wieder werden wir von dem Rauch der Waldbrände begleitet, die uns auf der Herfahrt schon aufgefallen sind. Da nirgends darüber berichtet wird und die Straßen frei sind, fahren wir zum Gipfel in über 2500 Metern Höhe. Wir erinnern uns an die letzte Sonnenfinsternis, denn die Sonne ist rot hinter den
Wolken und es herrscht eine sehr ungewöhnliche Stimmung.
Weiter geht es meilenweit durch ein Tal mit tiefen Rissen und Plateaus in Miniformat, diesmal in hellen Brauntönen. Außer einer Gasleitung, die neben der Strasse entlang führt, ist weiter nichts Außergewöhnliches zu sehen. Die Landschaft wird trockener, die Berge steiniger und die einzigen Ortschaften sind Rangely und Dinosaur, unser morgiges Ziel!
Wir entschließen uns, auf einen Campingplatz in Jensen zu gehen und da die Kinder während der Fahrt längere Zeit geschlafen haben, geht es nach dem Abendessen noch auf den Spielplatz.


