Tag 32: Von Coulee City nach Winthrop
Kurzporträt
Highlights
Abendsonne am Pearrygin Lake
Bild des Tages
![]() | Gewitterwolken über dem Steamboat Rock, bei Grand Coulee. |
Reisebericht
Nach einer unruhigen Nacht mit viel Wind und noch mehr Gewitter (es regnet dann doch noch!), geht es am Morgen weiter in Richtung Coulee Dam.
Eine an Arizona oder Utah erinnernde, trockene Canyonlandschaft umgibt den Fluss, der heute in Türkistönen leuchtet. Wir fahren eine Strasse, die zum Teil von beiden Seiten mit Wasser umgeben ist. Hier lassen die Besucher ihre Boote ins Wasser oder mieten Hausboote, um bis nach Kanada hoch zu schippern.
Vor uns erscheint der gewaltige Steamboat Rock, ein Stein, der die Form eines Dampfschiffes hat.
Der Columbia River wird hier auf einer Länge von 250 km aufgestaut, um die Bewässerung für 500.000 ha Farmland zu sichern. Im Jahre 1933 begann man mit dem Bau des größten Staudamms der USA, der als Teil der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen während der wirtschaftlichen Depression von Franklin D. Roosevelt eingesetzt wurde. Heute kann man den Rollstuhl besichtigen, den er bei seinem Besuch benutzt hat.
Die Staumauer erscheint uns gar nicht so gewaltig wie z. B. der Hoover Dam, den wir auch schon vor einigen Jahren besucht haben. Aber die Maße überzeugen: Er ist 165 Meer hoch und misst an der Oberkante 1,57 Kilometer! Die Hauptattraktion ist die abendliche Laser-Light-Show, an der wir aber nicht teilnehmen können.
Nach einer halben Stunde Besuch im Visitor-Center geht es weiter.
Wir sind wieder in einem Indianerreservat, was offensichtlich ist, denn es stehen bei jedem Haus auch alle jemals gefahrenen Autos im Garten. Andere haben alle möglichen Dinge um das Haus liegen. Es scheint, als würde man nur wenig Land für landwirtschaftliche Zwecke nutzen. In Omak, einer Kleinstadt mit 4.500 Einwohnern gibt es Papierindustrie und Apfelanbau. Die Infrastruktur ist ähnlich von anderen Städten dieser Größe, aber eine Tageszeitung finden wir hier nicht.
Nach einer Ess- und Spielpause geht es weiter in Richtung North Cascades National Park. Es wird bergiger und wir haben Glück, denn der blaue Himmel ist in unserer Richtung.
Wir beenden den heutigen Tag bereits um 16:15 Uhr und erreichen einen herrlich gelegenen Campingplatz etwas außerhalb von Winthrop, einem kleinen Städtchen im Westernstil.
Hier machen viele Amerikaner Urlaub, was leicht zu verstehen ist, denn der Campingplatz liegt an einem See mit Bootsanlegestelle, Zeltplätzen direkt am Wasser, Wasserskikursangebot, Bademöglichkeit, etc.
Da wir die nächsten drei Tage bei der Verwandtschaft in Seattle und Mt. Angel/Portland verbringen werden, gibt es nochmals Waschtag. Danach wird gegessen und anschließend am See gesandelt. Das Wetter ist wieder schön, aber es hat einen leicht kühlen Wind. Anscheinend haben wir uns an 30° Celsius und darüber schon so gewöhnt, das uns das Klima hier richtig kühl vorkommt. An der Küste ist es ja eh kühler und heute gewöhnen wir uns schon mal daran!


