Tag 33: Von Winthrop nach Federal Way/Seattle
Kurzporträt
Highlights
North Cascades Highway und Dinner mit Verwandtschaft
Bild des Tages
![]() | Am Washington Pass Overlook, North Cascades Highway |
Reisebericht
Wir stehen heute früh auf, um die letzte Etappe bis Federal Way bis zum Nachmittag zu schaffen und um uns den North Cascades Nationalpark noch einigermaßen gemütlich anschauen zu können. Der Wettergott hat es wieder gut mit uns gemeint, wir haben schönstes Wetter mit wolkenlosem Himmel und durch das Gewitter gestern ganz klare Sicht.
Von Winthrop aus, geht es über den "nur" 1669 Meter hohen Washington Pass. Dort ist es zwar noch etwas frisch, wir spazieren aber trotzdem auf einen kleinen Rundweg an sehr schöne, etwa 250 Meter oberhalb liegende Aussichtspunkte, mit Blick auf eine herrliche Bergwelt. Die Kinder wären gerne noch mehr Wege gelaufen, aber die anderen Wanderwege sind zu lange. Lt. Reiseführer müssen Wanderungen angezeigt und entsprechend vorbereitet werden. Wir stellen uns vor, dass wegen des Schnees bestimmt noch viele der insgesamt 600 Kilometer langen Wanderwege des Parks schwierig oder gar nicht zu machen sind.
Die SR 20 führt mitten durch den Park, in dessen direktem Bereich sich ein Erholungsgebiet befindet. Der große Rest des Gebietes kann nur zu Fuß erreicht werden. Da der Winter hier sehr lange bleibt, hat es noch viel Schnee in den Wäldern und an den Berghängen.
Nach vielen Fotostopps kommen wir an einen See, dessen grüne Farbe richtig hervorsticht. Der Skagit River wurde hier mehrmals gestaut und bildet mehrere Seen, als erstes den Ross Lake. Kurze Zeit später erreichen wir den grün-blauen Diablo Lake, benannt nach dem Ort Diablo. Die Farbe entsteht lt. Hinweistafel aus dem "Stein-Mehl", welches durch den geschmolzenen Schnee in den See transportiert wurde. Als letzten See passieren wir noch den Gorge Lake, der sich wieder mehr in Grüntönen gibt.
Die Wälder ringsherum sind hauptsächlich mit Zedern besetzt. Von den Hängen kommen überall größere und kleinere Wasserfälle herunter. Zum Teil geht es über Brücken, unter denen sich tiefe Schluchten befinden.
Der Blick schweift von links nach rechts, denn überall erheben sich die etwa 2.500 Meter hohen Berge mit ihren gezackten Spitzen. Im Visitor-Center am Ende des Parks machen wir noch kurze Station. Eine Ausstellung über die Tier-, Pflanzen- und Bergwelt ist interessant für Kinder und Erwachsene. Es gibt viele Tier- und Pflanzenmodelle und durch Luken können Felle ertastet werden. Es gibt einzelne, abgetrennte Bereiche, die die einzelnen Lebensräume im Park darstellen und mit Filmen veranschaulichen. Fasziniert sind die Kinder von einem Film über Bergtiere und von Bildern oben auf den Gipfeln zu verschiedenen Jahreszeiten.
Nach dem Besuch geht es in Richtung Burlington und dort erreichen wir die Interstate 5, welche uns recht schnell nach Süden in Richtung Seattle bringen soll. Das geht auch bis Seattle ganz gut, dann aber haben wir etwa 10 Meilen zähflüssigen Verkehr, dafür aber einen tollen Blick auf den majestätischen Vulkan Mt. Rainier.
Um 17.30 Uhr erreichen wir dann unser Ziel, die Verwandtschaft in Federal Way. Hier ist es verhältnismäßig warm, so an die 27° Celsius. Julie, die Tochter ist mit ihren Söhnen Kevin und Kyle Shane zu Besuch.
Wir machen es uns im Garten mit Bier und Snacks gemütlich, während die Kinder eifrig herumtoben.
Um 18.30 Uhr gibt es Dinner: Kathleen hat Kartoffelauflauf, Bohnen und Salat gemacht, dazu
essen wir eine Art Obstgelee und zum Nachtisch gibt es für die Kinder Eis und wir bekommen Rhabarberkuchen (Rhabarber aus eigenem Anbau) mit Vanilleeis und für amerikanische Verhältnisse starken Kaffee. Den Kindern und uns schmeckt es ausgezeichnet und Andreas isst auf Joachims Schoß reichlich Bohnen und verlangt nach Gurken.
Steve kommt erst spät nach Hause. Er hat sich bei einem Arztbesuch bedauerlicherweise aus seinem Wagen ausgesperrt und ewig auf einen Notdienst gewartet, der ihn dann aber schnell aus seiner misslichen Lage befreien konnte.
Später geht es noch auf einen Spaziergang an die Waterfront, denn wir befinden uns in zweiter Reihe am Puget Sound, einem Meeresarm des Pazifik. Oliver sammelt Steine und Muscheln und freut sich darüber, noch mitgehen zu dürfen. Jeannette und Andreas müssen ins Bett. Unser Wohnmobil parkt unterhalb des Hauses. Da es eine Sackgasse ist, stört das niemanden und es ist auch ruhig.


