Tag 36: Von Mt. Angel Richtung Süden
Kurzporträt
HighDarklights
Fahrtag - jetzt rächen sich die vielen Meilen Richtung Norden
Bild des Tages
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Mt. Shasta - vom Viewpoint an der I5 bei Sonnenuntergang |
Reisebericht
Nach einem sehr guten Frühstück mit Pancakes, einer Art süßer Pfannkuchen (mit Ahornsirup serviert), die ich zu Hause mittlerweile auch des Öfteren mache, geht es nach 10:00 Uhr in Richtung San Francisco weiter.
Die Interstate 5 Richtung Süden ist sehr befahren und so freuen wir uns auf etwas Abwechslung bei einer Mall in Medford, wo wir noch einige Einkäufe tätigen wollen. Die Waren werden in Oregon ohne Steuer verkauft, was uns einen Preisvorteil von ca. 8 % gegenüber den anderen Staaten verschafft.
Die Sehenswürdigkeiten am Weg sind uns schon aus früheren Urlauben bekannt. Wir lassen den Crater Lake, einen tiefblauen Kratersee, links und die Oregon Coast mit ihren oft nebligen Tagen rechts liegen und fahren aus Zeitgründen nur Autobahn. Leider. Das nächste Mal haben wir aber bestimmt mehr Zeit...
Schon seit einigen Tagen war uns der herabhängende und an einer Seite lose Auspuff des Wohnmobils aufgefallen. Heute hatte ich bei der Fahrt auf der zum Teil sehr schlechten Fahrbahn Geräusche gehört, welche Oliver bestätigte. Beim Aussteigen sah Joachim dann, dass sich der Auspuff fast am Boden befand und fragte mich am Freitag Nachmittag um 16:00 Uhr, ob ich vor oder nach dem Einkauf noch zum RV Service fahren wolle.
Nach einer Anfrage in einer Tankstelle und in einem Wohnmobilverkaufscenter, welches angeblich Reparaturservice bietet, fahren wir mit einer handgeschriebenen Beschreibung ein paar Meilen weiter zu einer Werkstatt. Welch Glück, dass noch jemand da ist!
Ich esse mit den Kindern Eis, während ein zu 80 % Deutscher namens Bergman unseren Auspuff in ein paar Minuten geschweißt hat (leider dauert es fast eine Stunde, bis er seine Telefonate, seine Rechnung, seine anderen Kunden und u n s bedient hat). Wir sind zwar überglücklich, dass die Reparatur nicht von irgendeinem Wochenenddienst erledigt werden musste oder wir vielleicht sogar auf ein anderes Fortbewegungsmittel hätten zurückgreifen müssen, aber bei fast 40° Celsius ist einem nicht mehr zum Lachen zumute!
Danach geht es nach 17:00 Uhr für etwa drei Stunden zum Shopping ins klimatisierte Einkaufszentrum mit normalerweise an die 100 Läden (mindestens!). Herrlich, die vielen Preisnachlässe und wenn man Glück hat, bekommt man am Eingang Coupons für bestimmte Waren, die man gerade kaufen möchte und spart bis zu 50 % des normalen Verkaufspreises. Oder man erhält wie bei den Lebensmittelläden bestimmte Kundenkarten und spart auch da erheblich. Nur bei den Kleidungsgeschäften scheitert der Versuch für eine Kundenkarte immer an der Eingabe einer Sozialversicherungsnummer, auch wenn die freundlichen Kassiererinnen das eigentlich nicht einsehen wollen.
Bei uns endet es wie immer mit dem Kauf eines Koffers. Als Joachim nach den dazu benötigten Coupons fragt, werden diese ihm sofort ausgehändigt. Die Kinder bekommen einige Sachen an Osh Kosh Kleidung. Da der Euro gerade sehr erstarkt ist (fast 1 zu 1), sind die Klamotten echte Schnäppchen!
Später geht es weiter und wir beschließen in ein Restaurant zu gehen, um etwas zu essen, bevor wir noch etwas weiterfahren. Nach einem köstlichen Abendessen um 20:00 Uhr mit Steaks und Shrimps, Baked Potatoes und Bohnen, schlafen die Kinder in ihren Schlafanzügen in ihren Sitzen auf der Fahrt schnell ein. Nur Oliver plappert noch eine Weile vor sich hin.
Joachim hat sich einige Ausfahrten notiert, bei denen Wal Marts in der Nähe sind, auf denen ein Übernachten von RVs erlaubt ist. Wir erreichen erst nach 1:00 Uhr Willows und parken auf dem beleuchteten Parkplatz vor dem Markt. Mehrere andere Fahrzeuge stehen bereits hier. Die Kinder schlafen nach dem Zubettbringen gleich wieder ein, während wir mit einer unerträglichen Wärme zu kämpfen haben. Was für ein Tag!


