Tag 17: Yellowstone National Park
Kurzporträt
Highlights
Trotz der vielen Staus – Das Fast-Treffen mit Obama und der Old Faithful
Bild des Tages
![]() | Fantastische Wolken und Farben beim Sonnenuntergang am Yellowstone Lake |
Reisebericht
Dieser Tag wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben, denn Tiere sehen wir nur die bereits bekannten Bisons und ein Mule Deer, so etwas Ähnliches wir ein Reh am Straßenrand. Bei der Rückkehr bemerken, wir, das unser RV wirklich sehr schief geparkt ist, und fahren deshalb sofort so schnell es möglich ist, wieder zurück auf die Straße. Am Yellowstone Lake entlang führt de Route mit verschiedenen Stops zum West Thumb, dem wie ein Daumen aussehenden Ende des Sees. Über den Craig Pass kommen wir zum Old Faithfull, einem der bekanntesten Geysire. Sein Name verrät bereits, dass auf ihn Verlass ist. Er schießt seine etwa 20 Meter hohen Fontänen immer im 70-90 Minutentakt in die Höhe. Viele Besucher kommen deshalb dorthin. Da überall mit Verzögerungen wegen Straßenarbeiten gerechnet werden muß, denken wir uns auch nichts dabei, als kurz davor Stau herrscht. Viele parken einfach am Stra0enrand und laufen die Strecke zum Aussichtspunkt mit Visitor Center und einem Hotel einfach zu Fuß. Seltsam, dass der Parkplatz, den man hinter Bäumen erkennt, leer ist. Wir warten und werden an Feuerwehren und Helikoptern vorbeigeleitet, was uns zuerst glauben macht, dass es einen größeren Unfall gegeben hat. Joachim erkennt aber gleich die beiden Hubschrauber Marine 1 und 2, die Barack Obama zu seinem Amtsantritt geflogen haben. Ich mache noch Witze, dass Mr. President wahrscheinlich gerade in der berühmten Old Faithfull Lodge zu Mittag isst. Tatsächlich ist der Zugang dorthin blockiert und von Wachpersonal kontrolliert. Ein Ranger erzählt, dass der Präsident bereits auf dem Weg zu den Helikoptern zurück ist. Viele Autos verlassen auf dem leeren Parkplatz das Gelände. Wir vermuten, dass er sich mit seiner Frau aber erst nachträglich in Zivil entfernt. Kurz bevor der Old Faithfull Geysir seine stündliche Wasserfontäne zum Himmel hoch schießt, fliegen die gesamten Hubschrauber davon.
Nachdem sich alles wieder etwas beruhigt hat und der Zugang zur Lodge wieder frei ist, gönnen wir uns eine gemütliche Stunde im Innern des total aus Holz bestehenden Hotels. Wegen eines Erdbebens wurden die oberen Stockwerke, die offen an den äußeren Dachwänden angebracht sind, geschlossen. Wir setzen uns auf eine Bank im ersten Stock und beobachten die Menschen, die Snacks essen, lesen oder der Führung einer Frau zuhören. Andere checken ein und werden zu ihren Zimmern gebracht. Im Dining-Room, dem Speisesaal kann man stilvoll essen. Man kann sich bei den jetzigen Außentemperaturen gut vorstellen, wie es sich die Gäste in der Wintersaison am Kaminfeuer gemütlich machen. Vor lauter Schauen und Essen der gekauften Snacks und Getränke vergessen wir den nachsten Ausbruch des Old Faithful Geisirs draußen vor dem Gebäude. Über Madison, Norris und vorbei an Grand Village geht es zurück zur Lake Village Lodge. Bei verschiedenen Stationen halten wir noch an, aber da wir die Strecke bereits kennen, versuchen wir Ausschau nach Tieren zu halten. Leider entpuppen sich die Tipps der anderen Leute, die mit zum Teil überdimensionalen Objektiven auf den Parkplätzen stehen und Behauptungen über gesehene Tier machen, als falsch. Bären werden mit Bisons oder Schildern verwechselt. Andere Tiere wie Wölfe sind mit Fernglas und Teleobjektiv 300 nicht erkennbar. Witzig sind die Menschenansammlungen, die in eine Himmelsrichtung blicken und den Angaben derer, die schon lange wieder weggefahren sind, folgen. Wir beschließen, abends wegen der Kälte und des wechselhaften, kalten Wetters in der Lodge zu essen. Es stellt sich aber heraus, das man hier nur wie in einer Kantine essen kann. Also anstehen und viel Geduld: Die Steaks sind gut, aber leider nur noch lauwarm. Nach dem Essen geht es noch an die Bar für einen Drink und die Kinder freuen sich, dass sie im Souvenirladen Tiere, die im Park leben, von Schleich finden. Bisher haben wir den Elk (Wapitihirsch), Grizzlybär und Wolf noch nicht gesehen. Erst spät fahren wir nach dem Fotografieren des herrlichen Abendhimmels auf den Campingplatz. Das Einparken ist aufgrund der Dunkelheit sehr schwierig, aber wir schaffen es ganz gut, obwohl ich nur die Rücklichter und Joachim mich gar nicht sehen kann. Wir richten uns auf eine frostige Nacht ein und rechnen sogar mit etwas Schnee!!!

